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Dritter Band
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Atmosphärisch« Luft und War mb.

so entstand mir eine Absorbtion von 0,66, da doch unter denselbenVmständendie Luft vor dem Versuche 0,75 Verlust erlitt. Diese Veränderung kam auchdeutlich daher, dafs ein Theil des sperrenden Quecksilbers auf Unkosten derLuft oxydirt wurde, welches sieh auch dadurch bestätigte , dafs die Oberflächedes Quecksilbers mit grauen Flecken oder Häutchen bedeckt war.

Noch müssen wir bemerken, dafs im Augenblick, in welchem das atmo-sphärische Gas in den Ballon gebracht wurde das Barometer auf 26 Zoll 9, 5 Li-nien, das Saussürsche Hygrometer auf 83 und das ileaum. Thermometer inder Luft auf— 4° stand.

Aus diesen letzten Erfahrungen.erhellet nach Guutons Meinung deutlich,dafs die bis dahin üblich gewesene Methode, die Ausdehnung der athmosphäri-schen Luft durch eine Anzahl von Wärmegraden zu bestimmen, indem man dieTotalausdehnung durch eine Menge von Wärmegraden z. B. von 0° bis SO 1 'Reaum. durch die Zahl der Grade theilte , durchaus keine zuverläfsige Re-sultate gab, sondern dafs man vielmehr um etwas sicheres zu erhalten, dieAusdehnung für jeden Grad Wärme besonders bestimmen müsse.

W'eil die von Priestley und du Vcrnois erhaltenen Resultate überdie Ausdehnung der atmosphärischen Luft durch die Wärme so sehr von denErfahrungen der älteren Fhysiker abweichen, so entschlofs sich auch der Pro-fessor Schmidt zu Gicfscn (Grcns neues Joprnal der Physik B. IV. St. 3.p. 324.) hierüber genaue Versuche anzustellen. Er bediente sich dazu einer hoh-len messingenen Kugel von zwei Pariser Zoll im Durchmesser. In den Halsder Kugel war ein Schraubengewinde eingeschnitteri . in das sich ein mit einemflachen Ansätze versehener Stöpsel schraubte. Zwischen den Ansatz des Stöp-sels und der oberen Fläche des Halses der Kugel wurde zur bessern V crschlics-sung ein feuchtes Leder gebracht. Die Ausdehnung der Luft durch die Wannezu bestimmen, setzte er die geöffnete Kugel in eine kleine Sandkapelleüber die Argandsche Lampe, und ein bis zur Siedhitze des Quecksilbers ge-hendes Thermometer in die Kugel. Er moderirte die Flamme der Lampe, sodafs das Quecksilber im Thermometer nur langsam in die Höhe stieg und So-ll Prony halle (Journal de i’eeole polytechnique, Cali. II. Flor, et Prairial 2-i- 6'J) ausden Versuchen der Herren Prieur du Vernois, und Guyton Morvcau einsTabelle dn>-ch Interpolation berechnet , worin die Ausdehnung des Volums dar at-mosphärischen Luft durch die Wärme nach Graden des huriderttheiligen Thermo,meters von Grad zu Grad vom Gefrierpunkte bis zum W'assersiedepunkte angege-ben zuar. Da aber die nachfolgenden Versuche neuerer Physiker beweisen , dafs dieaus den Versuchen gefolgerten Destillate unrichtig sind, und selbst auch P rony’iJnterpolirungsmethode ganz falsch war, so würde es unnütz seyn , sie hier an-zuführen.