Band 
Dritter Band
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A N A M G ZU iIK(ISDK «USCHI Lü »T UND W OHt.

Aerostat.

als möglich zu nehmen •, indessen mufs sie auch die in ihr eingeschlossene ver-dünnte atmosphärische oder brennbare Luit nicht so leicht fahren lassen. Zukleinen Bällen, an welche weiter keine Last angehängt werden soll, ist ohneZweifel die sogenannte Goldschlägerhaut die bequemste Materie. Sie ist nemlichdas von Fett gereinigte und von den Ochsendärmen abgezogene innere Häutchen,welches auf einen Rahm gespannt, getrocknet, mit Bimstein abgerieben, undzum besondern Gebrauche der Goldschiäger noch mit einem Firnifs überzogenworden. Bei denen Luftbälien hingegen , die mit erhitzter Luft,angefiilit werdensollen, und deren Durchmesser nach dem obigen auf 2 1 Mal gröfserseyn mufsten,würde dergleichen Materie nicht mehr angewandt werden können. Zu kleinenLuftbällen hat man das Papier zur Verfertigung der Hüllen am besten gefunden.Bei grofsen Luftmaschinen endlich welche beträchtliche Lasten mit in die Höhenehmen sollen, würde das Papier allein untauglich sein. Man wählt daher beson-ders bei den Bällen , die mit verdünnter Luft angefüllt werden , leinenes oderbaumw ollenes Zeug welches die Luft nicht leicht durcliiäfst, und welches öftersdoppelt genommen , oder auch mit Papier ausgefüttert wird. Das Gewicht einesO uadratfufses von solchem Zeuge , kann man ohngefähr zwei Unzen rechnen.Diejenigen Luftbälle, die durch brennbare Luft gefüllt werden sollen, verfertigtman gewöhnlich aus Taflet, da sie um ein beträchtliches kleiner als die miterhitzter atmosphärischer Luft seyn können.

Man kann den Ouadratfufs Taflet ohngefähr 1 Unzen schwer annehmen.Uebrigens werden mehrentheils die leinenen oder baumwollenen Hüllen , um sievor dem Feuer und dem Regen zu schützen von Innen eLwa mit einer leichttrockenden Oelfarbe , die tafleten Hüllen hingegen , die die brennbare Luft sehrleicht, durchlassen würden , von Innen und Auf'sen mit Firnifs übcrsLrichcu.Folgenden Firnifs hat man am besten befunden: Man koche Vogelleim mit Leinölab und vermische alsdann diese Masse mit Terpentinöl.

Nimmt man nun in der für Kugelhüllen angegebenen Formel bei leinenenZeugen n — 2 Unzen — -i Lolli, bei Taflet aber n = ’ Unzen =■ i i Loth ,und setzt das Gewicht eines Cubikfufses Luft — p = 2: Loth, das Gewicht einesCubikfufses erhitzter Luft = a = j p = 1, Loth, das Gewicht eines Cubikfufsesbrennbarer Luft = ; p = ■ Loth ; so wird man alle Halbmesser der Kugelluillenfür andere und andere Werthe von b finden können, wenn die Bälle schwebenderhalten werden sollen. Folgende kleine Tabelle zeigt einige Resultate an.