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Dritter Band
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Dafs unbewegte Luft ein schlechter Wärmeleiter sei, sagt auch Humboldt( über untcrirrdischc Gasarten, p. 92 ) ; dafs die Körper schneller im Wasserals in der Luft abgekühlt werden Reynicr (die Feu etc. Lausanne, 1787, p. .93.)

v. Humboldt erwähnt ( Bergmännisches Journal, St.2, 1792 p.125), dafsLuft weniger als Steine leite, sei wohl aufser Zweifel und den englischen Fa-brikanten längst bekannt.

Lan cjsdorf (Physisch mathematische Abhandlung über Gegenstände derWärmelehre, Marburg 1796 , p. 182) bemerkt, jede'Luftschicht die man sichum einen warmen Körper herum, eine an der andern gedenken könne, erhalteallerdings ihr Maximum von Temperatur mit aufscrordentliclier Schnelligkeit,eine glühende eiserne Kugel, die man durch ein in ihrer Hölung befindlichesFeuer im Glühen erhalte, in die freie Luft gebracht , theile z. B. der fünfFufsvon ihr entfernten Luftschicht ihr Maximum von Temperatur augenblicklich mit,so dafs ein Thermometer sogleich in diese Entfernung gesetzt, eben so hochsteige , als wenn man es erst, nachdem die glühende Kugel schon eine Stundeda wäre aufgehängt worden, 10 Sekund. lang in diese Entfernung setzt. EinMensch der seine Hand gleich anfangs etwa 1 l’ufs weit von der glühendenKugel halte, empfinde eben die Wärme, als wenn er dieses erst nach einer Stundethäte. Sobald die glühende Kugel von ihrer Stelle weggenommen werde, em-pfinde man nichts mehr von der grofsen Hitze der Luftschicht welche vorherdie Kugel unmittelbar berührte. Bringe man ein verschlossenes Gefäfs mit eis-kalter Luft in ein erwärmtes Zimmer, und zerschlage es darin so, dafs die kal-ten Wände oder ihre zerbrochenen Stücke beim Schlage gleich in einiger Ent-fernung zur Erde fallen , so erhalte die jetzt befreite kalte Luft augenblicklichdie Temperatur des Zimmers, und sie scheine daher plötzlich wie verschwun-den. Die Erscheinung, dafs z. B. eine glühende gro/se Kugel in ein Zimmergebracht, erst nach und nach das Zimmer zu erwärmen scheine, sei gar keinEinwurf, weil alle im Zimmer befindliche Dinge, so wie die Wände, Bodenund Decke des Zimmers eine grofse Menge von Wärmetheilen rauben, und diePerson welche die Empfindung der allmälig zunehmenden Wärme bekomme,solche hauptsächlich dadurch erhalte, dafs sie Selbsten erst nach und nachimmer mehrere Wärmetheiichen aufnehme.

Alle Erfahrunngen , die man in Ansehung der WTirmeleitung der Luft anfüh-ren könne, beweisen ihre aufserordentliche Schnelligkeit und er wüfste keinezu nennen , die solche nicht bewiese. Er sehe daher von dieser Seite gar kei-nen Widerspruch in der Natur der Luft mit einer von ihm angeführten Formelüber die Leitung der Wärme ( S. Th. II. Körper im Allgemeinen und Wärme)nach der diese wärmeleitende Kraft der Luft = 473 gesetzt wird, wenn man diedes Wassers gleich 1 annimmt. Aber so wie die Wärme oder die Temperatur