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Dritter Band
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Atmosphärische Luft und Feuer.

alsdann die Luft oben nicht heraus kommen , und also auch keine neue vonunten an ihre Stelle treten könne j der glühende Tocht in der Lichtschecre er-lösche desto schneller, je fester man dieselbe zusammen drücke, und selbstdie Wirkung des Wassers auf brennende Körper bestehe zum Theil darin ,dafs es sich so dicht um diese anlege, dafs sie vor der Berührung der Lulltgeschüzt wei den.

Auch Cavallo bemerkt. (Abhandl. über die Natur und Eigenschaft, derLuft etc., aus dem Eng!., Leipzig 1783) zur Veibrennung sei die Gegenwartguter Luft durchaus nothwendig ; setze man ein brennendes Licht unter eineverschlossene Glocke, so lösche es früher oder später aus, je nachdem weni-ger oder mehr Luft in der Glocke enthalten, und das Licht gröfser oder kleinersei. Natürlich folge hieraus, dafs ein Licht in etwas verdünnter Luft eine kür-zere Zeit, und im leeren Raume gar nicht brenne. 1) In der Luft, sagt er,Ca. a. 0. p. 19) brennen die Körper leicht , indessen werde sie nach einigerZeit unfähig zur weitern Unternaltung des Verbrennens, und das Feuer verlö-sche, wenn die Luft nicht erneuert werde. Hieraus erhelle, warum der Wind,der in einer beständigen Erneuerung der Luft bestehe , das Feuer befördere ;auch warum das Feuer nicht stark brenne, wenn die Luft schon einige Zeitzur Verbrennung gedient habe, und warum es verlösche, wenn man Luft, dieschon zur Verbrennung gebraucht sei, durch ein Rohr oder auf andere Artdarauf blase.

Schon J. B. van Helmont (Ortus medicin., p. 84) hatte gesehen, dafs,als er eine Kerze brennend so unter ein Glas setzte, dafs sie drei Zoll überdem Wasser stand, das Wasser sich hinauf zog, die Stelle der abnehmendenLuft einnahin, und endlich das Licht verlosch. 2) Auch R. Boyle (Works,B. III , p. 466 ; Suspicions about the hidden qualities of the air) hatte sichdurch Versuche überzeugt, dafs die gemeine Luft, ohne ihre Schnellkraft zuverlieren, durch Körper, die darin brennen, vermindert oder verdorben wird.

Johann Mayow (ehern, physiologische Schriften, aus dem Lateinischenvon Köllner, Jena 1799, p. 11) sagt hierüber Folgendes: Fürs erste glaube

i) Er bemerkt, dals t um Versuche über das Feuer und die Verbrennung im „luftleeren Raume” (unter derLnftpumpenglocke) anzustcllcn , die beste Methode Körper unter der Glocke zu erhitzen, sei , dafs mnnden Brennpunkt einer Glaslinse auf diese Körper fallen lasse. In dieser Absicht müsse man Brmnpläservon verschiedener Grüfte bei der Hand haben, weil die Sonne zuweilen schwächer, als sonst scheine ,wodurch ein giöfseres Rrennglas nöthig werde Inzwischen sei auch ein einziger grofser Hohlspiegel, odernoch besser eine grofse und gute Glaslinse hinreichend ; denn wenn man nur eine geringe IJiue nötnigh.tbe , so könne man einen Theil der Linse bedecken ; auf diese Art könne ein großes Brennglas an Statteines kleinen dienen , nur mit dem Unterschiede, dafs es sich nicht so bequem behandeln lasse , da hin-gegen ein kleines Glas nie die Stelle eines grofsen vertreten könne

i) Er staubte hiedurch bewiesen, dafs die gemeine Luft von Körper, die darin verbrennen ,sowohl am Umfange, als an Güte sehr abnehme.