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Dritter Band
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Atmosphärische Luft u v r> F * u s r .

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ich , dafs man das, was die Boylischen Versuche ausser Zweifel gesetzt haben,zugeben tnufs; dafs nemlich etwas Luftartiges , was es auch sei, zur Entste-hung des Feuers nothwendig ist. Diesem zu Folge ist es ausgemacht, dafs einim luftleeren Raume angezündetes Licht weit schneller auslöscht, als in einemmit Luft ausgefüllten-, zum sprechendsten Beweise , dafs eine im Glase einge-schlossene Flamme nicht sowohl durch ihren eigenen Dampf, wie es einigendünkte, als vielmehr durch die Beraubung des zur Unterhaltung derselben lioth-wendigen luftartigen Bestandteils auslöscht. Denn da in einem luftleeren Glasemehr Raum zur Aufnahme des Rauches ist, als in einem mit Luft erfüllten,So müfste ja das Licht in diesem eher, als in jenem auslöschen, wenn derRauch die Ursache der Auslöschung wäre. Noch mehr: keine schwefelartigeunter ein luftleeres Glas gebrachte Materie , kann weder durch glühende Koh-len und glühendes Eisen, noch durch die Sonnenstrahlen vermittelst des Brenn-spiegels angezündet werden ; so dafs es ganz ausser allem Zweifel ist, dafsgewisse Lufttheiichen zur Entstehung des Feuers nöthig sind. Es ist. allerdingsmeine Meinung, dafs dieselben an der Entstehung des Feuers den vorzüglich-sten Antheil haben, dafs die Gestalt der Flamme von denselben, wenn sie indie schnellste Bewegung gerathen, vorzüglich abhänge. Man darf aber nichtglauben, dafs dieses feuerluftige Nahrungsmittel die gemeine Luft selbst sei ;sondern sie ist nur der feinere und wirksamere Thcil derselben, weil ein Lieht,welches in einem Glase eingeschlossen ist, verlöscht, ohn ge achtet noch einebeträchtliche Menge Luft in demselben vorhanden ist. Auch kann man nichtannehmen, dafs die Lufttheiichen, welche im genannten Glase vorhanden wa-ren, durch die Verbrennung des Lichts vernichtet oder zerstreut würden, dasie durch das Glas auf keine Weise durchgehen können. 1) Noch führt er

1) Dafs hieraus aufs Deutlichste erhellt, dafs Mctyow den Sauerstoff der Neuern in vielenHinsichten kannte, und dafs L avois ier’s Theorie des Verbrennens schon grofsentheilsdie seinige war, ist fast überflüssig zu bemerken. Aufs Unzweideutigste spricht er seineMeinung p. 95 (a. a. O.) aus, wo er sagt: er nehme an, dafs die Luft einige zur Ent-stehung des Feuers durchaus nothwendige Theile enthalte, und dafs diese bei dem Ver-brennen aus der Luft entweichen und verzehrt werden, so, dafs sie, wenn sie dieserTheile beraubt sei, das Feuer in Zukunft zu unterhalten , gänzlich untauglich werde.Ferner sagt er p. 96 : Es ist wahrscheinlich, dafs sich die Luft der Flamme beimischt,weil sie ihr als Ünterhaltungsmitte) dient, so, dafs es keinen Theil derselben giebt, inweichem sich nicht ein wenig Luft befinden sollte.

Wenn ich in Anmerk, zu diesem Artikel die Meinungen verschiedener Autoren überdie Ursachen der Phänomene beim Brennen der Flamme in atmosphärischer Luft au-tühre , so geschieht dies nicht, weil ich hier die Geschichte der Hypothesen über denVerbrenmtngsprozeftliefern wnl , — diese bleibt den Note n zu dem Artikel iin zweiten Theile