Band 
Dritter Band
JPEG-Download
 

150

Atmosphärische Luft und Frühe,

er (a. a. 0. p. 95) an, man müsse vor allen Dingen bemerken, was Niemandenunbekannt sei, dafs, wenn über einen Tiegel, worip Feuer befindlich sei, eineHaut befestigt werde, die Flamme bald auslösclie, und der in dem Tiegel ein-geschlossene Raum beinahe leer werde. Daher komme es, dafs die Haut indie Höhle des Tiegels durch den Druck der sie umgebenden Luft geprefst werde.Ferner beschreibt er, um das, was beim Brennen des Lichts in der Luft vor-geht, anschaulich zu machen, folgenden Versuch: Man stelle ein angczünde-tes Licht so ins Wasser, dafs der brennende Tocht ohngefahr 6 Oueerfingerbreit über dem Wasser hervorragt, alsdann stürze man über das Licht einengläsernen umgekehrten Kolben, der hoch genug ist, und tauche hierauf dasLicht sogleich in das umstehende Wasser. Man mufs aber dafür sorgen, dafsdie Oberfläche des in dem Glase befindlichen Wassers der Höhe des äufsernWassers gleich bleibe. Damit aber dieses geschehe , so bringe man einenSchenkel eines krumgebogenen Röhrchens in die Höhle des Kolbens, ehe manihn ins Wasser taucht. Den andern Schenkel lasse man herausragen, und ordnealles so, dafs das Ende beider Schenkel sich über der Oberfläche des Wassersbefindet. Der Nutzen dieser Röhre ist, dafs die im Helme eingeschlossene „und von dem unter ihr befindlichen Wasser geprefste Luft, wenn dieses Glasins Wasser gesenkt wird, durch die Röhre hinaus gehen kann ; so, dafs dasinwendige Wasser nicht unterhalb der Oberfläche des äussern zu stehen komme,und wie sonst von demselben niedergedrückt werde. Sobald aber die Luft durchdiese Röhre heraus zu gehen aufhört, (was fast nach einem Augenblicke derFall ist) so nehme man sogleich die Röhre heraus, damit nachher durch die-selbe keine Luft in das Glas dringe. Nach diesen Vorkehrungen halte manden Kolben fest, damit das Wasser nicht höher steige. Bald darauf wird mandas Wasser in die Höhle des Kolbens, während noch das Licht brennt allmäh-lig heraufsteigen sehen. 1) Ein anderer Versuch von ihm ist folgender : Man

„Körper (im Allgemeinen) und Feuer”— aufbehalten , sondern weil es mir nicht undien-lich scheint, die Gelegenheit hier zu benutzen, auf die wichtigsten l>ata dieser Geschichtein Voraus hinzuweisen.

1) Er bemerkt hiebei, man könne nicht läugnen, dafs das Aufsteigen des Wassers daherrühre, dafs die in dem Kolben eingeschlossene Luft, in dem die Luft erlöschen will,von den Tlieiichcn des Spiritus Tiitri aethereus (— luftförmige Substanz im Salpeter,Sauerstoff) weniger, als vorher bewegt, und dadurch verdünnt werde. Man dürfeübrigens das Aufsteigen des Wassers dieser einzigen Ursache nicht allein zuschreiben,weil es auch daher rühre , dals das im Glase eingeschlossene Licht durch sein Verbrennendie Sauerstoffstheilchen , und die elastischen Theilchen wegnehine , so , dafs die daseihstbefindliche Luft dem Drucke der Atmosphäre nicht, wie vorher, widerstellen könne.Zur mehreren Bestätigung hievon führt er den im Texte folgenden Versuch an.