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Dritter Band
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Atmosphärische Lurr und Feuer.

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Noll et erzählt {Histoire del’Academ. ä Paris an. 1748. p. 39.) die mit Machtdurch einen Blasebalg fortgestofsene Luft verstärke die Flamme einer Lampe sosehr, dafs dadurch Glas und Metall geschmolzen werden könnten; Kr atze n-

dessen scheinen Versuche, die der Herr Graf v. Rumford mit dem Löth-rohr angestellt hat, zu erweisen, dafs das letztere bei den gewöhnlichenVersuchen, nur in so fern wirke, als es die wirklich in der Flamme schonbefindliche Wärme auf einen angegebenen Punkt leitet. Er biiefs nemlichvermittelst des Löthrohrs in die klare helle Flamme eines eben erst geputz-ten Wachslichts zur Unterhaltung der Flamme untaugliche Gasarten, alskohlensaures Gas und Stickgas, und dann atmosphärische Luft und Sauer-stoffgas , und fand dafs bei allen Versuchen die Wirksamkeit der Flammegleichmäfsig verstärkt -ward. Der Herr Graf bemerkt deshalb, dafs, wennman durch Anblasen des Feuers die innere Stärke seiner Wärme zu ver-mehren verlange, man den Luftstrohm so anbringen müsse, dafs er dasVerbrennen befördere ; d. h. er mufs auf die entzündete Oberfläche desbrennenden Brennmaterials geleitet werden, und nicht gegen den davoraufsteigenden rotliglühenden Dampf oder die Flamme, in der'wohl der Pro-zefs des Brennens vollkommen vollendet ist; beobachtet man dieses, so istes gew'ifs, dafs die Wirkung des Anblasens ganz von der Beschaffenheitder Luft abhängt, deren man sich dabei bedient.

Wir wollen hier die Gelegenheit nicht vorbei gehn lassen, das was unsvon der Geschichte des Blaserohrs, dieses bei Metallarbeiten so nützlichenWerkzeugs , zu Händen gekommen ist, anzuführen; wobei uns WeigelsVersuch einer Geschichte des Blaserohrs (in Greils Beitrag, zu den chem.Annalen B. IV.) trefflich zu Statten kommt.

Geschichte des Blasrohrs.

Die Zeit der Erfindung des Blaserohrs kann eben so wenig als dessen Er-finder mit Gewifsheit nachgewiesen werden. Weigel sagt (bei Grella. a. 0. p. 264). Wer das Feuer anblasen wollte, ohne sich demselben zusehr zu nahen, oder es auch auf einzelnen Stellen verstärken wollte, konn-te auf die Anwendung eines Rohres fallen, und mogte in den ältesten Zei-ten das Schilf dazu anwenden, bis man die Kunst erfand, SLübe zu Röh-ren auszuhöhlen , und endlich zur Erfindung der Blasebälge geheitert wur-de (Beckmanns Beiträge zur Geschichte der Erfindungen B. I. p. 13191-Metalllöthungen und die Verfertigung feiner Glasarbeiten mögen zurEinrichtung des jetzigen Blaserohrs und Nutzung desselben bei einerLampe die erste Gelegenheit [gegeben haben/’ Noch im Jahre 1613 forderte