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Dritter Band
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Atmosphärische Luft und Feuer.

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Löllirohrs treibe die Flamme seitwärts, und diese erscheine auf eine doppelteArt: innerlich kegelförmig zugespitzt blau, und in der Spitze dieser blauenfrarbe sei die stärkste Hitze } äufserlich aber dunkelgelb und unbestimmt gestal-

bis 643. Et aliud , lieifst es daselbst, flatu figuratur , aliud torno tcri-tur , aliud argenti modo caelatur.') u. s. w. } auch die Sage von dem erfun-den gewesenen biegsamen Glase , ob er sie gleich mehr bekannt als gewißnennt} er würde also wahrscheinlich der Anwendung des Blaserohrs zumGlasblasen vor der Lampe mit gedacht haben, wenn sie ihm bekannt ge-wesen wäre. Dürfte man diese Muthmafsung annehmen, und das Blaserohrfür eine Erfindung späterer Zeiten halten, so inögte ein ähnliches Still-schweigen bei andern Schriftstellern, bei denen man es sonst erwähnt zufinden erwarten könnte, es wahrscheinlich machen, dafs wenigstens dieAnwendung zum Glasblasen vor der Lampe, nicht viel vor dem Ende des16. Jahrhunderts ihren Anfang genommen habe, oder bekannt gewordensei. Denn so beschreibt Ag ricola das Verfahren der Glasmacher (Berg-werkbuch, Basel 1621. Fol. Buch XXIL p. 4S3—491} die lateinische Ur-schrift de re natallica , Lib. XII. Basil. Fol. soll zuerst im Jahre 1421.herausgekommen sein, nach Bochm. Bibi. Hist. nat. 1\ IV, Vol.I. p. 16.) aus-führlich, ohne dieser Arbeiten im Kleinen zu gedenken , da er doch'zweiJahre, wie er angiebt, zu Venedig gewesen war (a. a. 0. p. 491), und vonPancerolli (Herum memorabilium pars prior , Commcnt illustr. et auct.ab Henr. Salmuth, Frf 1660, 4. Tit. XXXVI, p. 123) findet man so wenig,als von seinem Uebersetzer das Blasrohr, oder Glasblasen vor dem Lampeerwähnt. Auch Poly dorus Pergilius, der doch so Manches erwähnte,der Erfindung der Bearbeitung der Metalle, des Feuerschlagens der Blase-bälge und der Lampe ein eigenes Kapitel widmete {.de rcrum inventor. lib.II, cap. XIX), hat hier so wenig, als in dem Kapitel von Erfindung desGlases (lib. II, Cap. XXII) das Geringste vom Blaserohre. Indessen kannman aus einem solchen Stillschweigen nicht sicher auf einen Mangel anKenntnifs der Sache schliefsen. Findet man doch selbst noch nach der Mittedes 47ten Jahrhunderts bei Ant. JSeri, der doch ein eigenes Werk vomGlasmachen schrieb ( Ant. Neri de arte vitriaria et in eosdem Ehph.Merretti Observ. et Notae. Ai.istel. 1668, 12. vom Anfang bis p. 132, Die'Urschrift, VArte vetraria dell R. P. Ant. Neri kam zu Florenz im J.1661 heraus), nichts vom Blaserohre und Glasblasen vor der Lampe, ob’es gleich zu der Zeit sicher im Gebrauch war: selbst sein Erklärer Mer-ret erwähnt dasselbe nicht, ob er gleich zu den Merkmalen des Glases,die Biegsamkeit des dünnen, und dafs es zu Faden ausgezogen, nach, dfinu