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Dritter Band
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A i j« o s i' e 4 b i ö t h b Luft u jju Elr ffTttciTjir.

entferne man die Knöpfe G, F ein wenig von einander, und lasse, wie vorher,einen Schlag durch dieselben gehen. Jetzt wird man sehen, dafs die Funkenzwischen beiden Knöpfen die Luft beträchtlich ausdelmen ; denn das Wasserin der kleinen Röhre wird plötzlich bis beinahe an die Spitze derselben aufstei-gen , sogleich aber auch wieder ein wenig herab fallen, z. B. bis H, welcheseine Folge des plötzlichen Weichens und Wiederzurückkehren der Luft in dieGegend des Funkens ist. Nach diesem ersten geschwinden Falle , der unmit-telbar auf das plötzliche Steigen folgt, wird das Wasser langsam weiter fallen,und nur nach und nach bis an das Merkmal zurück kommen, an welchem esvor dem Versuche stand. 1) Wird dieser Versuch in einem Zimmer angestellt,dessen Wanne veränderlich ist, so mufs hierauf besondere Rücksicht genommenwerden ; denn das elektrische Luftlhcrmometer zeigt eben sowohl die Ausdeh-nung und Ziisannnenziehung durch Wärme und Kälte der Luft überhaupt, alsdie insbesondere an, welche der elektrische Funken hervorbringt. (Cavallo'sAbhand!, v. der Elektrieität, Leipzig 1783 , p. 187; Fi s c h e r's phys. Wörterb.B. III, p. 4l7 ; Donndorf’s Lehre von der Elektrieität, BI, p. 76, B. II,p. 914 ff.) Herr Franz. Carl Achard machte folgenden Versuch: Einevollkommen verschlossene Leidner Flasche, durch deren Deckel eine krum ge-bogene mit der vertikalen Seite der Flasche parallele Röhre gieng, welche inein mit Wasser angefülltes Gläschen tauchte, wurde 'wechselsweise positiv undnegativ geladen. Hätte die Luft, die sie enthielt, sich ausgedehnt, so würde dasW asser in der Röhre gefallen sein ; hätte sie hingegen von ihrer Eiasticitätverloren, so hätte das Wasser ansteigen müssen. Es blieb aber unverändert inderselben Höhe. (Achard’s Sammi. phys. u. chem. Abhandl. B. I. Berlin 1748,p. 293; Halle’s Magie, B. IV, p. 39.) 1) o n n d o rff führt Folgendes, als ;; Be-weifs , dafs die elektrische Materie die Luft in der Flasche nicht aus der Stelletreibe”, an. Man bohre ein Loch durch den Kork, womit eine gewöhnlicheFlasche verstopft ist, und sLecke durch dasselbe eine kleine, an beiden Endenoffene Glasröhre, die etwa ein Drittel Zoll im Durchmesser hält. Man beugealsdann den Theil der Röhre, der über der Flasche hervorsteht, in eine hori-zontale Lage, und befestige den Kork mit Baumwachs so, dafs keine Luft indie Flasche oder aus derselben kommen kann, ausser durch die Glasröhre ;endlich bringe man in den horizontalen Theil der Röhre einen Tropfen rothenWein oder Dinte, so, dafs er durch die geringste Verdünnung oder Verdichtungder Luft in der Flasche sogleich bewegt werden mufs , und nun lade man die

J) Ki/mersiey schloß hieraus dasselbe, was A dam c aus seinem Versuche folgerte;es ist demnach auf seine Meinung'dasselbe nn-wendbar, was ich fiber diese Versuchesagte. v, S.