Band 
Dritter Band
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266 Atmosph.suschi Luft unb Eljkthicii jt.

als er sie im Finstern rieb, bis er, so viel er es schätzen könnte, die Dicht?der Luft in der Röhre verdoppelt hatte, da denn ihre Kraft noch kaum zu be-merken war. Als er die Luft allmählig hinaus liefs, bemerkte er, dafs dieRöhre ihre Kraft nach und nach wieder bekam. Sie zog leichte Körper nun ineiner gröfsern Entfernung an,* sie liefs ein stärkeres Geknister hören, und gabmehr Licht im Finstern von sich; und als die Luft wieder zu ihrer gewöhn-lichen Dichte in der Röhre gekommen war, befand sich ihre Kraft wieder aufeben dem Grade, als vorher, ehe er die Luft comprimirt hatte. Diesen Ver-such stellte er verschiedene Male mit gleichem Erfolge an. Bei Wiederholungder Versuche bemerkte er, dafs die Röhre nach sehr starkem Reiben einwenig zu wirken anfing, und dafs ihre Kraft durch das Reiben zunahm..Nachdem er einst die Luft in der Röhre verdichtet, und gefunden hatte, dafsdie Erregung der Elektricität in derselben wie gewöhnlich unmöglich war, liefser die Luft plötzlich hinaus, um zu sehen, ob die Röhre alsdann einige Wir-kung des vorhergegangenen Reibens äufsern würde ; sie hatte aber nicht dengeringsten Grad von Elektricität erhalten, obgleich unmittelbar nachher dererste Zug des Reibzeugs verursachte , dafs Funken nach dem Finger, der zwei»der drei Zoll davon gehalten wurde, fuhren. Als er diesen Versuch noch einMal, besonders in der Absicht zu erfahren, wie hiebei die etwa in der Luftbefindliche Feuchtigkeit mitwirke, wiederholte, bemerkte er, dafs nicht dergeringste Schein von Wolke, welche sich an dem Glase angesetzt hätte, zu«Ter Zeit, da die Erregung der Elektricität in demselben schlechterdings unmög-lich fiel, wahrzunehmen war. Als er eine Röhre von ohngefähr Zoll imDurchmesser, die ohngefähr 8 Zoll hoch überzogen wurde, in einer Compres-aionsmasehine, die eine Luft von ohngefähr einer doppelten Dichte enthielt,ladete , so nahm sie eine weit stärkere Ladung an, als man ihr in freier Lufthätte beibringen können; und zwar war dieselbe, so viel er aus dem Lauteund dem Lichtglanze urtheilen konnte, zwei Mal so stark. Zuletzt zerberstetedie Röhre nach einer von selbst erfolgten Entladung, nachdem sie drei bis vierMal in der verdichteten Luft geladen und entladen worden war. Er fügt hinzu,es sei gar nicht wahrscheinlich, dafs diese Röhre durch irgend eine Ladung,welche man ihr in freier Luft hätte beibringen können, geborsten wäre.

Wirkung der Elektricität auf die Mischung der Luft. — Dr.Joseph Priestley stellte zuerst Versuche über die Mischungsveränderung,die etwa die atmosphärische Luft hei Einwirkung der Elektricität erleiden mögte,mit folgender Vorrichtung an : Wenn er den elektrischen Funken auf irgendeine Luftgattung, von der er aber immer sehr wenig nahm, damit er mit einer'gewöhnlichen Elektrisirmaschine in kurzer Zeit eine merkliche Wirkung her-vorbringen könnte, schlagen lassen wollte, so steckte er ein Stück Draht in