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Dritter Band
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Atmosphä£ischs Luft und E'lbctricit«t. 26?

das Ende einer kleinen Röhre, und befestigte ihn mit warmem Kitt ; liefs hier-auf vermittelst einer pafsliche.ii Gerätschaft so viel Luft, als ihn nöthig dünkte,,in die Röhre übergehen , und setzte sie mit ihrem untersten Theile in ein Bek-ken, das Quecksilber, oder jeden andern flüssigen Körper, den er wählte-«die Luft zu sperren, enthielt. Darauf nahm er mit der Luftpumpe -so viel Lufthinweg, als er für gut hielt, liefs das Ouecksilber wieder bis zu Vj dsr Röhrehinaufsteigen, steckte eine messingene Kugel, auf die er Funken schlagen konnte,auf das Ende des Drahtes, und leitete auf diese Art dieselben durch die Luftbis auf den in der Röhre enthaltenen flüssigen Körper. Als er auf die ange-führte Weise mit der atmosphärischen verfuhr, fand er, dafs dieselbe dadurchvermindert und phlogistisirt wurde. Als er einst auf diese Art die Luft in einerJ /io eines Zolles im Durchmesser betragenden gläsernen Röhre durch Wasser,das er mit Lackmus oder mit Orseille blau oder vielmehr purpur gefärbt hatte^sperrte, und ohngefähr eine Minute lang elektrische Funken zwischen den Drahtund das gefärbte Wasser schlagen liefs; so fing der obere Theil dieses Was*sers an roth durchzuscheinen, und in 2 Minuten darauf hatte er sich vollkommengefärbt. Der rothe Theil, der ohngefähr l/i Zoll betrug, vermischte sich nichtganz mit der übrigen Wassersäule. Er bemerkte hiebei noch, dafs, wenn erunter dem Schlagen des Funkens das Rohr schief hielt, die Röthe sich zweimalweiter bei dem tiefem , als bei dem hohem erstreckte. In eben dem Verhält-nisse, wie die Flüssigkeit roth zu werden anfing, kam sie dem Drahte näher,so, dafs der Raum der Luft, in der der Funken geschlagen hatte, vermin-dert wurde; und zwar betrug diese Verminderung, wie er endlich fand, ohn-gefähr '/> des ganzen Raums’ Hierauf brachte fortgesetztes Eiektrisiren keinemerkliche Wirkung weiter hervor. Zu bestimmen, ob vielleicht in der Luft,oder nur in der elektrischen Materie die Ursache der Farbenänderung liege,dehnte er die Luft, die in der Röhre rückständig war, vermittelst einer Luft-pumpe so aus, dafs sie alles blaue Wasser heraus trieb, und liefs an seineStelle wiederum neues hinein. Die Elektricität brachte aber nun keine merklicheWirkung mehr, weder in der Luft noch in der Flüssigkeit hervor; so, dafsman deutlich sehen konnte, dafs die elektrische Materie etwas einer Säure ähn-liches niedergeschlagen habe. Um ferner zu bestimmen, ob vielleicht der Drahtetwas zu dieser Wirkung beigetragen habe, nahm er Drähte von verschiede-nen Metallen, Eisen, Kupfer, Messing und Silber. Aber bei ihnen allen warder Erfolg derselbe. Dieses erfolgte auch, wenn er den elektrischen Funkenvöllig ohne Draht auf folgende Art ein schlagen liefs. Er setzte eine gekrümmteGlasröhre mit beiden Schenkeln in ein Gefäfs mit Quecksilber, das er unterder Luftpumpe in jedem Schenkel bis zu der Höhe von eLwa l A der ganzenRöhre so lange steigen liefs, Ins über dem Ouecksilber in jedem Schenkel ein

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