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verfertigt war, eine ganze halbe Stunde hindurch bewegten ; so waren sie dochnicht im Stande, die geringste Verminderung in der Luft ferner zu bewirken,oder die Farbe von der blauen Flüssigkeit im mindesten weiter zu verändern.Nairne und Magellan waren nach P riest ley’s Aussage überzeugt, dafskein Versuch mit gröfserer Genauigkeit hätte angestellt werden können. - AlsPriestley ein anderes Mal den elektrischen Funken in gemeine Luft »chlagenliefs, welche mit Ouecksilber gesperrt war, und hierauf Wasser, welches ermit Lackmus blau gefärbt hatte, hinzuliefs, so färbte sich nach Verlauf voneinem Tage und 2 Nächten das Wasser roth; gleich anfangs erfolgte die F’ar-benveränderung nicht. Auch war die Luftverminderung nachher beträchtlicher,als bei den vorhergehenden Versuchen. Als er bei einem andern Versuche denelektrischen Funken auf Luft, die durch Ouecksilber gesperrt war, auf eben dieArt, als zuvor hatte schlagen lassen, so ward die Luft dadurch sogleich wiegewöhnlich vermindert; den Tag darauf betrug die Verminderung noch mehr,ob er gleich nicht ferner elektrisirt halte. Den dritten Tag nachher liefs ermit Lackmus gefärbtes Wasser hinein, und fand, dafs es nach Verlauf voneiner Stunde oberwärts eine rothe Farbe angenommen hatte; die Verminderungwar aber, dem Anscheine nach, nicht stärker, als vorher. In weniger als 24Stunden war das Wasser durchgehends roth geworden, es liefs sich aber keineweitere Verringerung wahrnehmen. Einst gufs er eine (Quantität Wasser, dieerst durch Lackmus blau, und dann auf die angeführte Weise roth gefärbt war,in verschiedenen Portionen unter einander; hiebei kam die vorige blaue Farbewieder zum Vorschein, indem sich die blaufärbende Materie blos niedergeschla-gen hatte. (Priestley’s Vers, und Beobacht, über verschied. Theile d. Natur-lehre , B. I, p. 220 ff. ; Vergl. Gehler’s pbys. Wörterbuch, Th. II, p. 356 *,Crell’s Beiträge zu den chem. Annalen , B. II, p. 296; Cavallo’s Abhand!,über die Natur und Eigenschaft, der Luft, a. d. Engl., Leipzig 1783. p. 3S7 ff. ^Gren’s neues Journal der Physik, B. IV, p. 99.; de Lucs neue Ideen überMeteorologie, Th. II, p. 218 ; Voigt’s Magaz. für den neuesten Zustand derNaturk. B. III, p. 36 ; Encyclop. methodiyue - Ghim. T. /, p. 737 ; Schel-lings Ideen zu einer Philosophie der Natur , p. 184, und Andere.) — Ca-vallo bemerkt (a. a. O. p. 391 f), gegen das Ende des Jahrs 1779 habe Fon-tana folgende Versuche gemacht, die sehr deutlich zu beweisen scheinen,dafs die Phlogistication der gemeinen Luft durch elektrische Funken ehe durchden Draht oder Kitt, als von der elektrischen Materie selbst, veranlafst werde.Er gebrauchte dabei eine Verrichtung, bei der die Drähte nicht eingekittet,sondern in zwei in die Seiten einer starken Glasröhre gebohrte Löcher einge-schliffen waren. Fon tana gebrauchte Drähte von verschiedenen Metallen, undfand , dafs die Funken zwischen Drähten von Messing und Eisen die Luft sehr