Atmosphärisch® Luft und Elektricität.
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dann aber aufhöre zuzunehmen, ja, dafs selbst wieder eine gewisse geringeVerminderung erfolge. — Voigt neue Theorie des Feuers, p. 313; Magazinfür das Neueste aus der Physik, ß. IX, St. 1. p. 127) machte folgenden Versuch.Er nahm eine kleine Phiole mit weitem Bauche, und engem Halse. Am weite-sten Theile des Bauches durchbohrte er das Glas, und kittete in die Oeffnungeuein paar starke Drähte , die mit ihren Enden inwendig etwa einen Zoll weitvon einander standen. Er setzte hierauf die Flasche umgekehrt in eine Schalemit Wasser, und liefs eine Menge Funken durch die Luft der Flasche schlagen.Wäre die Luft phlogistisirt worden, so hätte sich, wie er anführt, ihr Volumenvermindern, und das Wasser im Halse erheben müssen; dies geschah abernicht im mindesten, obgleich die Luft in der Flasche einen überaus starkenelektrischen Geruch von sich gab. — Thomson führt (System der Chemie,B. III, Abtheil. 2, p. 146) an , es finde bei jeder elektrischen Entladung durchdie Luft, eine Veränderung Statt , welche der durch das Verbrennen bewirkten, ähnlich sei; das Licht und der eigenthümliche Geruch, welcher alle elektrischenErscheinungen begleiten, zeigen dieses aufs Bündigste; denn es werde kein Lichtwahrgenommen, wenn die elektrische Entladung'im luftleeren Raume erfolge.
Einflufs der verschiedenen Mischung der Luft auf die Re-sultate bei der Einwirkung der Elcktricität. — Wilhelm Gil-bert aus Colcbester sagte zuerst (in seinem Werke de Magnete , das imJahre 1600 in London heraus kam) , dafs die elektrischen Erscheinungen bei• trocknet’ Luft und beim Nord- und Ostwinde am stärksten seien ; als zu welcherZeit die elektrischen Substanzen zehen Minuten nach dem Reiben noch wirkten.Eine feuchte Luft 1) hingegen, oder ein Südwind vernichte die elektrische Kraftfast. Eine gleiche Wirkung bemerkte er auch von der Dazwischenkunft desAthems. ( Pri es 11 ey’s Geschichte der Elektricität, p. 3.) Auch Joh. JacobSchilling (Observationes et experim. devi electric. vitri et aliorum corporum ;Miscellanea Bcrolinens. Continuat. III. scu Tom. IV, p. 314 ,• G r a I a t h’s Ge-schichte der Elektricität; Versuche und Abhandl. der Danziger naturforscuen-den Gesellschaft, Th. I, p. 210) lehrte um das Jahr 1734, dafs die Elektrici-tät der verschiedenen Körper sich bei feuchter Luft und Regen wenig äufsere,hei trocknem hellem und kaltem Wetter aber sehr leicht und stark wirke. — G. C,Silberschlag (Ausgesuchte Closlerbergische Versuche u. s. w., Berlin 1768p. 324) führt an, er habe befunden, so oft er die Zimmer, in denen er elektri-sche Versuche angestellt, mit andern verwechselt habe, dafs die Experimentein grofsen und hohen Zimmern viel besser, als in kleinen und niedrigen vpnStatten gehen, zumal, wenn die Anzahl der Zuschauer grofs sei. Die Dünste
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3) Vergleiche Hilft TVasser und Klektricität.MEYF.RS SYST. DAKST, I, TH. II. BAND. 11, ABTH.