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Dritter Band
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Atmosphärische Luft und Euektrioitjbt.

eines Gemachs, in welchem sich viele Menschen befinden, scheinen seinen Ver-suchen zu Folge den Wirkungen der Elektricität mehr hinderlich zu sein, alsdie Witterung der verschiedenen Jahrszeiten ; denn er fand sie bei allen Ab-wechselungen des Wetters in hohen Zimmern sehr stark, indessen bei heitermHimmel, und in einem Zimmer, welches von den Strahlen der Mittagssonnedurchleuchtet wurde, viel stärker.— Jacob Lang enbuc her sagt (Beschrei-bung einer beträchtlich verbesserten Elektrisirmaschine, Augsburg 17S0, p. 32> ?ein eingeheiztes Zimmer 1) lasse fast zu allen Zeiten Effect hoffen-, bei Ost-uml Nordostwinden sei die Kraft immer am stärksten ; bei ungeheizten Zim-mern dürfe man bei feuchter Luft und Süd wenig Kraft erwarten ; bei schwülerSommerluft, besonders wenn Gewitter im Anzüge seien , werde man von derbesten Maschine keinen Effect erhalten , blasen aber im Sommer die Ost- undNordost-Winde , so sei die Kraft eben so gut, als iin Winter; im Sommerkönne man in den Morgenstunden und auch des Abends öfters beträchtlicheKraft erhalten. — Donndorff ("Lehre von der Elektr. B. II, p. 759) führt an:Jedermann wisse, dafs auch die beste Elektrisirmaschine in ihren Wirkungengeschwächt werde, wenn man sie in einem kleinen mit vielen Leuten angefüll-ten Zimmer in Gang bringe. — Halle bemerkt (Magie, B. II, p- 35), imSommer gerathen die elektrischen Versuche nicht so gut, als im Winter, undman könne an kalten Orten einen starkem Grad der Elektricität erregen , alsan warmen. Ebenderselbe sagt (a. a. 0. I, p. 7), in nassem und kaltem Herbst-wetter höre alle Elektricität in der Maschine auf, bis man sie in die warmeStube bringe. — ln einer uin das Jahr 1787 der Londoner Societät vorgelesenenAbhandlung des Abbe Mann wird die Beobachtung der Anhäufung der Elek-tricität als das beste Merkmal der Trockenheit der Luft angegeben. 2 — NachHildebrandt bemerkt man, dafs überhaupt die Wirkungen der Elektrisir-maschinen bei kaltem Wetter am stärksten sind. (Geschichte des Quecksil-bers , p. 13.)

GewitterS). — Wenn eine Entladung der Elektricität zwischen den Ge-witterwolken und der Erde , also Blitz und Donner zu wiederholten Malen erfolgt,so heifst dieses Phänomen Gewitter, Ungewitter, Donnerwetter! Tem-

1) Eergl. Luft, Elektricität und Wärme,

2) Blag den meint dem zu Folge, dals diese Beobachtung die beste Veranlassung, ein

gutes Hygrometer zu erfinden , geben mögte,

3) La das , was bei dem Gewitter ccmstant beobachtet wird, Thätigkeit der Elektri -

eität in der Luft , und Einwirkung derselben auf ihre Mischung oder Mengung ist,so trage ich kein Bedenken diese prächtige Erscheinung im Luftoceane hier indem Texte abzuhandeln, v, Eh,