Atmosphärische L u e t und EcectriciTjet.
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man benetzt hat, ehe man es anzündet. Ich befahl ihm den Wetterhahn ab-zunchmen, und damit herunter zu kommen \ aber kaum hatte er denselben vonseiner Stelle genommen, so gieng das Feuer davon weg, und setzte sich aufdas Ende des Mastes, ohne dafs man es davon hätte abbringeit können. Esblieb dort ziemlich lange, bis es allmählig vergieng. Der gedrohete Sturm hatteweitet' keine Folgen, als einen starken Regen , der einige Stunden dauerte, wor-auf wieder schönes Wetter eintraf. 3 ’ Der P. Tachard (Reise nach Siarn,Amsterdam 16S9 B. 1, p. 36; Hamb. Magaz. B. VII, St. 4, p. 426) spricht gleich-falls von dergleichen kleinen in pyramidalischer Gestalt auf den Masten , denSegelstangen und den Kanonen sich zeigenden Flämmchcn. Forshäl giebt ineinem Briefe an Wilke (Scliwed. Abhandl. B. XXI, der Uebersetz. p. 163;Priestley’s Geschichte der Eleklr. , d. Hebers, p. 253) folgende Nachricht:„Am Sonntage nach Ostern des Jahrs 1759, der auf den 22. April fiel , sah icheine angenehme elektrische Erscheinung. Ich ritt um 10 Uhr Abends aus Up-sal in einem ungewöhnlich starken Schueeregen, und unterwegs fieng ich aneinen Schein zu sehen, der sich wie ein leuchtendes Würmchen am Ende mei-ner Spiefsruthe zeigte, die zasericht war, an dem dicken Ende der Spiefsruthe,an dem Aeussersten meiner Vorderhand, und an den Enden der Finger meinerHandschuh, wenn ich die Hand in den Wind hielt. Dies währte bis ich ansZollhaus kam, wo das Licht im Fenster diesen schwachen Glanz verdunkelte.”Er hat nachher seinen Gorrespondenten selbst benachrichtigt, dafs er dabeteinen leuchtenden Punkt bemerkt habe, der frei in der Luft über dem Fingerschwebte, und von dem sich ein zarter Feuerstral hinunter bis an den Fingerselbst erstreckte. Torbern B er gmann handelt, (wie Krünitz a. a. 0.anfiihrt) von dem Elmsfeuer ausführlich in den Zusätzen und Anmerkungen zuseiner Antrittsrede: von der Möglichkeit den schädlichen Wirkungen der Ge-witter vorzubeugen, welche im B. I des von J. Carl Weber übersetztenScliwed. Magazin stehet, p. 130 — 136, ausführlich. J. G. S ponholz , Pre-diger zu Lichen in der Ukermark, giebt von unserm Phänomene (in den nütz-lichen Beiträgen zu d. neuen Strelitzer Anzeigen, vom 7- März 1770) folgendeNachricht. Er war am 18. Febr. 1770 eine Meile nach Annemvald gefahren.Bei seiner Rückfahrt war der Himmel sehr stark mit Wolken überzogen. Erund sein Fuhrmann bemerkten zwei Mal einen schwachen Blitz. Es entstandder entsetzliebste Sturmwind. Aus Abend bekamen sie den fürchterlichsten An-blik, indem der Himmel mit den schwärzesten Wolken dort überzogen war ;es kam ein gewaltiges Schneewetter, indem es schien, als würde der Schneemit Schaufeln vom Himmel in Oueerlinien herabgeschüttelt. Als sie noch etwa50 Schritte von den Scheunen der Stadt entfernt waren, bekamen sie linker Iland ,gegen Abend, einen Anblick, als wenn in der Stadbein Feuer aufgienge. Die