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Atmosphärische Luft und Elektricität.
von dem darauf gefallenen Feuer ln Brand.”) Beim Cäsar (vom afrikanischenKriege im 6ten KapiLel der Amsterdammer Ausgabe, v. J. 16S6) lindcl man die-selben einen heiligen Sturm begleitend. „ Per id tempus fere Caesaris exercituires aceidit incredibilis auditu , ncmpc Vcrgiliarum signo confccto , circitcr vigüiasccunda noctis , nimbus cum saxca grandine subito cst coortus Ingens. Fademnocte legionis V. pitorum caciunina sua sponte arserunt.”) („Es ereignete sichum diese Zeit bei Casars Armee eine ganz ausserordentliche Erscheinung.Im Monate Februar zog zur Zeit der zweiten Nachtwache plötzlich eine dickeWolke herauf, die mit einem Hagel von Steinen begleitet war. In eben derNacht sah man die Spitzen der Spiefse der fünften Legion ohne weitere Veran-lassung brennen.”) Livius sagt, r ,In Siciiia müitibus aliquot spim.la } in Sar-dinia murum circiun eunti vigilias equiti, scipionem , quem in manu tenucrat ,arssisse , et littora crebris ignibus fiihisse.” („Man sah die Spiefse einiger Sol-daten in Sioilien , in Sardinien einen Stock, welchen ein um die Mauer dieRunde machender Reiter in seiner Hand hielt, brennen. Auch waren die Uferleuchtend und voll Feuer.”)
Seit der Entdeckung des Compasses kommen diese Erscheinungen vielöfter vor ; zur Zeit eines Gewitters werden die Seeleute fast immerein helleres oder dunkleres Licht an den Masten und Segelstangen gewahr,das sie St. Elms Feuer nennen. Die Portugiesen nennen sie C-orpo-Santo; die Holländer Vrede vyer, die Engländer Comazanti; die Nie-derteutschen We erlicht. Fünf oder mehrere heissen bei den PortugiesenCorona de nostra Senhora. (Kriinitz Uebersetz. von Priestley’sGeschichte der Electr., p. 252 ff.; Weigels Uebers. von Marats phys. Un-ters. über Elektr., p. 575 ff. ; Ge hiers phys. Wörterb. Th. IV, p. 74L fl'. ;Fischer’s phys. Wörterb. Th. V, p. 624.) Die Schriftsteller neuerer Zeitenhaben von diesem Phänomene häufig genug gehandelt, als Conrad GejsnerCommentariol. de Lunariis , et obitcr de aliis ctiam rebus , quae in tenebrislucent ; Tiguri , 1555, 8.), der Ritter von Forbin (Memoir. Amst. 1730, T.I,, p. 368,- Hamburger Magaz. B. VII, St. 4, p. 425 ; bei Fischer a. a. 0. ;)Reimarus (vom Blitze, 32 bis 37 Erfahr, p. 425 ; Neuere Bemerk, vom Blitze,Hamb. 1784, p. 8, 170.) Forbin giebt folgende Beschreibung: „Im Jahre1696 zog sich plötzlich während der Nacht ein schweres Gewölk zusammen,wobei erschreckliche Blitze und Donnerschläge entstanden. Weil ich einenstarken Sturm befürchtete, liefs ich alle Segel einziehen. Wir sahen auf demSchilfe mehr als 30 Feuer von St. Telmo. Eines unter andern befand sich obenauf dem Wetterhahne des großen Mastes, welches mehr als anderthalb Fußhoch war. Ich schickte einen Matrosen hinan , es hinunter zu bringen. Wieder Kerl oben war, schrie er, das Feuer mache ein Geräusch wie Pulver, das