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Dritter Band
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Atmosphärisch« Luft und Elbctricität.

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geladenen Flasche der Erschütterungsfunke schon mit einem ziemlichenGeräusch hervorbreche, so könnte man wohl annehmen , dafs der so vielstärkereKnall des Donners nur eine Folge davon sei, dafs mit dem Blitzeeine ungemein viel gföfsere Menge des elektrischen Feuers aus der Gewitter-wolke auf ein Mal hervorbreche , als mit den stärksten elektrischen Funkenselbst aus einer starken elektrischen Batterie zugleich heraus schlage •, über-lege man indessen, wie grofs die Menge der entzündbaren Luft sei, diewährend der wärmern Jahrszeit erzeugt werde, und .erinnere sich dabei,dafs sich eben diese Luft, wegen ihrer gröfsern Leichtigkeit in die obernRegionen begeben müsse, so leite dieses sehr natürlich auf die Vermuthung,dafs der oft äufserst heftige Donnerknall zugleich die Wirkung einer durchden Blitz entzündeten brennbaren Luit sein könne, wovon man wisse, dafssie, mit einer reinen Luft vermischt, eine sehr starke Platzung verursache.— C. R. Busse (Beruhigung über die neuen Wetterleiter, Leipzig 1791,8. p. 35) erinnert, man müsse sich unter dem Blitze eine erstaunende Feuer-masse vorzustellen wissen, wenn man die blofse Zertheilung der Luft zu-reichend finde, einen so volltönenden Schall hervor zu bringen. Die neuernEinsichten berechtigen uns vielmehr anzunehmen, dafs eine gewisse Dou-nerlull dafür entwickelt werde ; selbst die altern Physiker hätten uns aus-drücklich erinnert, dafs der Donner nicht durch blofse Erschütterung derLuft ohne Hülfe einer knallenden Materie zu erklären sei. Auch der Hof-rath Lichtenberg (a. a. 0. beiErxleben) sagt, es herrsche hiebeinoch sehr viel Ungewifslieit, und es scheine fast, als ob man, um die Na-tur des Donners ganz zu erklären , ausser dem Knall, weicherden elektri-schen Funken begleite, und den Folgen des Echo’s noch andere Gründe zuHülfe nehmen müsse, die noch nicht ganz deutlich seien. — Nach Herrnde Lucs Vermuthung (Ideen über die Meteorologie, Th. II, §.649) entste-hen Blitz und Donner im Luftkreise durch plötzliche Hervorbringung einerMenge vom elektrischen Fluidum, welches explodirt, weil es mit einemhohen Grade von Dichtigkeit entsteht, auf welchen es sonst durch keinphysisches Mittel gebracht werden könnte. In einem Briefe an de la Me-therie (Siebenter Brief an Herrn de la Metherie über die Schwierigkeitin der Meteorologie, in Gren’s Journal der Physik, B. IV, p. 287, §. 23)hat er besonders gegen die gewöhnlichen Erklärungen wichtige Gegengründeaufgestellt. Er sieht die Ursachen, die man gewöhnlich zur Erklärung desDonners anführt, als ein Beispiel an, wie sehr man in Irrthum gerathenkönne, wenn man beim Donner alles aus der Aehnlichkeit der elektrischenVersuche erklären wolle. Aus der Hypothese, dafs die Wolken gleichsam

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