Band 
Dritter Band
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Atmosphärische Luft und ElektricitäT.

Luft schnell hinein, um den leeren Raum auszufüllen, und so entstellt dasGeräusch, das man hört. So knallt auch eine Peitsche, denn der Zwick derPeitsche, welcher platt und löffelfönnig ist, wird schnell zurück gezogen,er reifst eine kleine Menge Luft mit sich, es entsteht ein Vacuum; aus derumgebenden Luft schlagt sich etwas Wasser nieder; es entsteht eine kleineWolke, weiche man sieht, wenn der Hintergrund dunkel ist; die umge-hende Luft drängt sich zu, um den leeren Raum auszufüllen, daher dasKlatschen. Mit einem ähnlichen Geräusche zerplatzt die Blase auf derGlocke der Luftpumpe. Fischer sagt (phys. Wörterb. Th. I, p. 701), dieErklärungen über das Entstehen des Donners und des Rollens desselbenzeigen hinlänglich, dafs wir noch nicht mit aller Gewifsheit die wahrenGründe gefunden haben,- offenbar beweisen sie aber auch, dafs die ehe-malige Erklärung völlig unzureichend sei. Ihn befriedige de Luc’s Erklä-rung mehr, als die antiphlogistische (von Girtanner angeführte). Denndie Aehnlichkeit des Blitzes mit dem elektrischen Funken sei unvvidersprech-lich bewiesen; und da die Luft ein nicht leitender Körper sei, so müssebei der Entstehung des Blitzes auch ein Knall erfolgen. Dafs man beimheitern Himmel Donner gehört habe, könne durch starke Windstöfse inden obern Regionen verursacht sein, obgleich in den untern Regionen Wind-stille war. Mit diesen starken Winden konnte aber auch zugleich Zersetzungder Luft verbunden sein, woher die Wolken. Nur bleibe ihm noch immerunerklärbar, dafs es bei Gewittern, die so Zusagen, im Zenith entstandenseien, und gahze halbe Stunden lang Blitz auf Blitz, und Schlag auf Schlaggegeben haben, auch keinen einzigen Tropfen geregnet habe; man müfstedenn annehmen, dafs bei jedesmaliger Zersetzung der Wasserdämpfe dasWasser in Luftschichten gekommen wäre, welche es wieder in Dampf derhohem Temperatur wegen verwandelt hätten. — Auch Gehler sagt (a. a.0. B. IV, p. 741) es werde aus dem vollen dichten Tone des Donners sehrwahrscheinlich, dafs dabei eine grofse Menge einer elastischen Materieplötzlich entwickelt werden und explodiren müsse, weil die blofse Zertren-mmg der Luft durch den Fortgang des Blitzes fast zu schwach scheine ,einen Knall von dieser Art und Heftigkeit zu erklären. — Lamp adiuserzählt (Systematischer Grundrifs der Atmosphärologic, p. 151), einige ge-nauere Beobachtungen beim Donner haben gezeigt, dafs man mit der Er-klärung, der Blitz wirke in Hinsicht auf den hervorgebrachten Schall wieein starker elektrischer Funke, nicht ansreiche. Vorzüglich habe Herr C. R.Busse darauf aufmerksam gemacht, dafs das Rollen des Donners weit tie-fer gestimmt sei, als der Top der elektrischen Explosion. Dies hält Herr