Atmosphärische Lupt cnd Euctjici v*t,
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Lamp adius für noch merkwürdiger, als das bald stärker werdende, baldsich vermindernde Rollen des Donners. Letzteres habe wohl seinen Grundin der Verschiedenheit der Erdoberfläche, über welche die Lufterschütte-rung fortgeht, die bald mehr bald weniger Echo erregend sei, wie man beidem Abschiefsen der Geschütze in gebirgigten Gegenden bemerke; abernie könne dieses Echo den Ton tiefer stimmen. Ausser dem durch denFunken erregten Geräusche seien nun folgende Knall erregende Ursachen :a) Das schnelle Zersetzen ganzer Luftschichten; b) die schnelle Zersetzungmancher Wolken, wodurch plötzliche Verdünnung der Luft entstehe. End-lich könne auch zuweilen c) eine neue Wasser Zerlegung durch den elektri-schen Funken und Wiederentzündung der aufsreigenden brennbaren Lufteinen von dem durch den Funken erregten verschiedenen Knall hervorbrin-gen. In Gebirgen rolle der Donner des häufigen Echos wegen heftiger, alsin den Ebenen. — Die Hypothesen über die Entstehung der wässeriebtenNiederschläge s. hei Meteorologie Abschn.: Wäfsriger Niederschlag. —.Der Wind erregenden Ursachen sind bei dem Gewitter mehrere vorhanden.Lampadius führt (Atmosphärologie, p. 155) folgende an: AbkühlungderLuft, Luft z er s e tzun g, Luftbildung, Ausströmen elektri-scherMateric. (Vergl. Th. I, B. II, p. 29.9 fl’.) Bei den Gewittern, welchesich, wie man zu sagen pflegt, in Wind auflösen, geht nach L. vielleicht elek-trische Materie nach und nach an die halb trockne Luft, und verursachtdadurch Luftbewegur.g.
Das Wetterleuchten halten fast alle Naturforscher einstimmig fürein elektrisches Phänomen , das mit dem Blitze eine Ouelle hat, mit demUnterschiede, dafs die die Explosion veranlassenden Ursachen dabei immindern Grade wirksam sind. Dem Reimarus (Neuere Bemerk, vomBlitze, §. 73) scheint das Wetterleuchten eine fortgesetzte Anhäufung derElektricität in der Wolke zu sein, welche sie, wenn kein leitender Körperinnerhalb der Schlagweite zugegen ist, zerstreut in die Atmosphäre aus-sendet.
Seitdem der Blitz als ein elektrisches Phänomen anerkannt wurde, hatman auch das St. Elmsfeuer für eine solche Erscheinung gehalten. Manwar allgemein der Meinung, dafs die in der Luft angehäufte elektrischeMaterie durch die Gegenstände, an denen man das Feuer wahrnahm, zurErde geführt werde. Herr Reimarus aber (a. a. 0.) hält die Wetter-lichter nicht sowohl für ein Zeichen des Abzugs der elektrischen Materieaus der Wolke selbst, oder ihrem Wirkungskreise, als vielmehr für eineGegenwirkung auf häufige in der Luft oder den Dünsten zerstreute, elek-