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Dritter Band
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Atmosph/bbischb Luft und Galvanismus,

deine setzte eine Voltaische Säule, die aus 40 halben Kronen, eben so vielenZinkplatten, und aus Scheiben, die in reinem Wasser genäfst waren, bestand,unter eine io Zoll hohe, und 5,5 Zoll weite Glasglocke, die mit atmosphäri-scher Luft gefüllt war. An den Enden der Säule waren Messingdrähte, undmit diesen wurden Kupferdrähte verbunden, die durch das Wasser, welchesdie Gasarten sperrte , aus den Glocken hinaus in Glasröhren voll reinen Was-sers giengen, das mittelst ihrer zersetzt werden sollte. Die Säule erzeugtean den Enden der Kupferdrähte wie gewöhnlich Oxyd und Gas, obgleich nichtin solcher Menge, als bei freiem Zutritt der Luft zur Säule. Nach 20 Stundenerneuerte er die Drähte, welche die Säule mit ihren Glasröhren verband} sieerzeugten aber jetzt nur ein schwaches Wölkchen im Wasser. Das Wasser,welches die Glocken sperrte, war in ihnen höher angetreten ; ein offenbaresZeichen, dsfs sich die anfängliche Gasmenge in den Glocken vermindert hatte.Die chemische Untersuchung zeigte ihm, dafs aus der atmosphärischen LuftSauerstoffgas absorbirt sei. (Gilbert’s Annal. der Physik, ß. VII, p. 211}Trommsdorffs systematisches Handbuch der Chemie, 13. V, p. 71.) IIum~phry Davy fand (bei Gilbert ß. VIII, p. 19), dafs, als eine kleine Voltai-sche Säule in einem Glase, welches ohngefähr 21 Cubikzoll atmosphärischerLuft enthielt, zwei Tage gestanden hatte, die Luft um ein Sechstel vermindertwar. Der Rückstand roch, als man ihn in die atmosphärische Luft entweichenliefs, nach Ammonium, und als man die Säule über Salzsäure hielt, bildetensich dichte weifse Wolken. In einem zweiten Versuche blieb die Säule dreiTage lang in einer gleichen Menge atmosphärischer Luft; der Rückstand ver-minderte sich jetzt nur sehr wenig mit Salpetergas, liefs sich auch mit atmo-sphärischer Luft nicht entzünden. Biot setzte unter eine cylindrische Glas-glocke auf ein an eine pneumatische Wanne befestigtes Füfsgestell eine aus 39Zink- und eben so vielen Kupferplatten von der Gröfse eines französischenThalers zusammengesetzte Säule, ohne ihre beiden Enden mit einander in Ver-bindung zu bringen , und beobachtete, dafs das Wasser in dem Apparate um0,02 Metres innerhalb 5'./j Stunden anstieg. Er nahm dieselben Platten, nach-dem er sie gereinigt halte, brachte die nemlichen Stücke Tuch mit neuer Auf-lösung befeuchtet mit ihnen in Verbindung, errichtete die Säule auf die nemlicheArt, wie das erste Mal, und versetzte sie in dieselben Umstände, nur dafs erdieses Mal beide Enden mit einander in leitende Verbindung brachte. DasWasser erhob sich um 0,02 Metres binnen anderthalb Stunden. Auch ferner-hin war das Ansteigen des Wassers bei geschlossener Kette weit beträchtli-cher , als bei unterbrochener Communication der Enden. Die Oxydationenfolgten demselben Gesetze. Er wiederholte den Versuch mit zwei Säulen , derenjede aus .22 kleinen Zinkplalleu und 22 Centimen (eine kleine Kupfermünze ,