Atmosphärisch® Luft und Galvanismus. 29$
etwa von der Gröfse eines preussischen Groschens) zusammengesetzt war,bra> üte beide zugleich unter ähnliche Glocken auf derselben pneumatischenWanne, und erhielt dieselben Resultate, als im vorigen Falle. Die Säule mitgeschlossener Kette brachte das Wasser in sieben Viertelstunden zu derselbenHöhe, wie die andern in 11 Stunden, und dasselbe Verhältnifs beobachtetenbeide Säulen während der ganzen Dauer des Versuchs. Am Ende von 13 Stun-den war das Wasser um 0,045 Metres in der erstem, und nur um 0,015 Metresin der andern gestiegen, und als endlich die Absorbtion aufhörte, betrug sie0,055 in der ersten , und 0,055 in der zweiten. Als er die beiden Säulen mit ein-ander verglich, bemerkte er eine ohne Vergleich stärkere Oxydation in derSäule mit geschlossener Kette. (Gilbert’s Annal. B. X, St. I, p. 3; Tromms-dorffs systematisches Handbuch der Chemie, B. V, p. 2l7. Bock mannbediente sich zu Versuchen dieser Art einer Zink - Silbersäule von 30 Lagenvon gewöhnlicher Einrichtung. Die Tuchscheiben wurden blos mit Wasserbefeuchtet; die goldenen Drähte von den beiden Endplattcn der Säule liefendurch dünne Glasröhren , weiche die nöthigen Biegungen hatten. Diese Säulebrachte er in die pneumatische Wanne unter einen mit Wasser gefüllten, hin-länglich geräumigen Glascylmder, und leitete die goldenen Drähte aus denGlasröhrchen hervor in eine ausserhalb der Wanne stehende Schale mit Wasser.Die Gasentbindung nahm jetzt, da die Säule mit Wasser umgeben war, baldsehr merklich ab , und hörte endlich beinahe völlig auf; als aber atmosphäri-sche Luft in den Cylinder gelassen wurde, so fingen die Drähte schon nacheinigen Minuten wieder an, Gas zu geben, und nach und nach kam dieseWirkung wieder fast zu der anfänglichen Stärke (bei Gilbert a. a. 0. p. 238)In einer zu Wien 1803 herausgekommenen Schrift Volta’s neueste Versucheüber Galvanismus; Beschreibung eines Galvanometers und andere kleine Ab-handlungen über diesen Gegenstand; Wolff’s Annal. der chem. Litteratur ,B. I, Heft 2, p. 214) wird folgender Versuch angeführt. Man brachte eine elek-trische Säule nebst einer mit Wasser gefüllten kleinen Glasröhre , in welcheein Silberdraht hinein ging, unter einen Recipienten mit verdünnter Luft, liefsdann ein bestimmtes Maas von atmosphärischer Luft hinein. Nach 36 Stundenwaren von 200 Cubikzollen 40 absorbirt. Diese ganze Zeit hindurch ging dieGasentwicklung vor sich , und es wurde ein flockenartiges Oxyd niedergeschla-gen. (Es ist gar nicht erwähnt, von welchem Metall der andere Draht gewe-sen ist, oder ob sich das Silber hier oxydirt habe.) — Biot und Cuvier er-richteten auf der pneumatisch chemischen Wanne eine Säule, die aus Kupfer,Zinkplatten und Tuch, das mit einer starken Alaunauflösung inbibirt war,bestand. Als durch Metalldrähte die Verbindung gemacht war, wurde dasGanze mit einem gläsernen Cylinder bedeckt, dessen Durchmesser wenig von
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