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Dritter Band
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ATMOSPHÄRISCH! Lült UND GALVANISMUS.

der Unterlage unterschieden war, worauf die Säule gestellt war. Durch dieseVorrichtung rnufste nun die kleinste Veränderung in dem Volumen der Luft, dieunter der Glocke eingeschlossen war, die innere Wassermenge entweder aufeine merkliche Art steigen oder fallen machen. Kaum war eine halbe Stundevergangen, so fing das Wasser im Apparate zu steigen an, und man bemerktebald eine merkliche Absorbtion. Da die Versuchansteller durch dieses Experi-ment sahen, dafs die galvanische Säule einen Theil der sie umgebenden Luftverschluckten, wollten sie dasselbe mehr im Grofsen wiederholen , damit esnoch deutlichere Resultate geben könne, und die Natur der Luft, die im Ap-parate zurück blieb, untersuchen Sie errichteten deshalb unter denselben Um-ständen eine weit stärkere Säule, als die vorhergehende, bedeckten sie miteinem gläsernen Cylinder, der einen Decimeter im Durchmesser, und fünf inder Höhe hatte, und Hessen die Eisendrähte, die zu Leitern dienten, und sichalle unter der Glocke bogen, in mit Wasser angefüllte Glasröhren gehen. DieVerbindung war ausserhalb der Wanne in einem mit Wasser gefüllten Gefäfseangebracht, und man versicherte sich von der Wirksamkeit der Säule vermit-telst eines sehr kleinen Apparats, der allein dazu eingerichtet war, die Blascn-entwickelung zu zeigen. Nach zwei Tagen war das Wasser in der Säule rundherum mehr als einen Decimeter in die Höhe gestiegen, welches man unter denGlocken , die in der nemlichen Wanne standen, und nichts als atmosphärische Luftenthielten, bemerkte. Als man den Raum der absorbirten Luft ausinafs. fandjnanihn beinahe demfünften Theilevon dem gleich, den die anfänglich in der Glockebefindliche Luft eingenommen Hatte. Die Luft, die zurück blieb, war um einsehr merkliches leichter, als die atmosphärische Luft ; sie löschte sogleich dieangezündeten Kerzen aus; daraus schlofs man, dafs sie Stickluft sei. Hie-durch wäre demnach bewiesen, dafs der galvanische Apparat die ihn umge-bende atmosphärische Luft zerlegt, und ihren Sauerstoff verschluckt. Um sichnun zu überzeugen, ob der Sauerstoff der atmosphärischen Luft dazu beitrage,die galvanischen Wirkungen zu verstärken, setzten diese sorgsamen Franzosendie Säule auf der pneumatisch chemischen Wanne in ein cylindrisches und engesGlasgefäfs , und bedeckten das Ganze mit einer weit gröfsern Glocke. derenRaum ihnen völlig bekannt war. Die Drähte, die zu Leitern dienten, gingen,wie bei dem vorigen Versuche, in Glasröhren, die aber mit Quecksilber gefülltwaren, über, und man brachte die Verbindung ausserhalb des Apparats an.Man liefs eine von diesen Röhren auf den Boden des Gefäfses, auf den dieSäule gesetzt war, nieder, und brachte an dieser den einen Leiter an. Nachdiesen Vorbereitungen hob man das Wasser durchs Saugen unter der grofsenGlocke, und um das Gefafs herum bis zu einer bestimmten Höhe. Die Luft,welche man darin gelassen hatte, betrug beinahe ein Zehntel von dem, was