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als ein Maafs annimmt, 1 Maafs Laugensalzauflösung jczt 56 gleiche MaafseLuft eingenommen. Nimmt man diese 21 und 56 zusammen, so hat in demVersuche der Holländer ein Maafs Laugensalzauflösung 77 Maafse Luft, undalso mehr als zwei Mal so viel als in dem Versuche des Herrn Cavendisheingeschluckt. Diese so viel gröfsere Menge der eingesehlucktcn Luft, bewogdie Experimentatoren, ob die Einsaugung der Luft gleich weder aufhörte nochabnahm , jetzt wieder zu untersuchen, in wie weit das Laugensalz mit Salpe-tersäure geschwängert wäre. Die Resultate derselben Versuche, welche daserste Mal schon gemacht waren, zeigten deutlich, dafs das Laugensalz beiweitem noch nicht mit Salpetersäure gesättigt war. Da die anhaltende Ein-schluckung der Luft in dem vorhergehenden Versuche nicht mit der Angabedes Herrn Cavcndish übereinstimmte, so entschlossen sie sieh , den Versuchmit einer geringem Menge Laugensalzaullösung zu wiederholen, und stelltendemnach nur Vs Zoll derselben in eben dem Cylinder über Quecksilber. Damitdie bei dem Versuch erhaltene Salpetersäure auf keinen Fall der zur Bereitungdes Präcipitats gebrauchten zugeschrieben werden könnte, nahmen sie jetzt zuden Versuchen reine Luft, die sie durch Vitriolsäuve aus der Mennige erhaltenund von fixer Luft gehörig gereinigt hatten; hievon vermischten sie nach Caven-dish Angabe, sieben Theile mit drei Theilen Mofette. Die Einsaugung geschaheben so geschwind, als im vorigen Versuche, und man erhielt, als eine Luft-säule von 22 1 4 Zoll eingeschluckt war, (und daher (‘^ Zoll Laugensalzauflö-sung für 1 Maafs gerechnft) jedes Maafs Laugensalzauflösung 178 Maafse Lufteingenommen hatte, wieder Zeichen von Schwängerung des Laugensalzes mitSalpetersäure ; indessen fehlte viel, dafs das Laugensalz gesättigt gewesen wäre,(van Mar ums Beschreibung der Teylerschen Elektrisirmaschine, Erste Fort-setzung aus dem Holländischen, Leipzig 1788 , p. 36; Obscrvations sur la Phy-sique , V histoire naturelle, et sur les Arts par Rozier etc. T. XXL p. 343 f. •Hermbstädt Bibliothek der neuesten phys. ehern. Litteratur B. II. pag. 52.Tr ommsdo rff systeinat. Ilarulb. de rgesarnmten Chemie, B. I, p. 215.)
Atmosphärische Luft und Wasserstoffgas.
Aerostatische Phänomene. — Das in dünne Hüllen, z. B. in Seifen-schaum, Thierhäute, Taft u. s. w., eingeschlossene Wasserstoffgas steigt wegenseiner geringen, specifischen Schwere in der atmosphärischen Luft auf, woraufsich die Einrichtung der mit WasserstoAgas angefertigten Aerostalen gründet.
Thomson sagt (System der Chemie, Wolff’s Uebersetz. B. III, Abthed.2, p. 29), es sei eine bekannte Thatsache, dafs, wenn man ein mit Wasserstoff-gas