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Dritter Band
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ATMOsrflÄincH» Luft und W assiestoffgas.

obachtungen gemacht. Troostwyk , Deimann (Crell’s Beiträge zur Er-*Weiterung der Chemie, B. III, St. 1, p. 23) und Kirwan (in d. a. phys. chem.Schrift, a. a. 0.) sagen, bei der gewöhnlichen Wärme der Atmosphäre verbindesich die brennbare mit der atmosphärischen Luft schwer und langsam. Beidieser Verbindung wird aber nach Deimann und Troostwyk (a. a. 0. p. 31}kein Wasser hervorgebracht.

Cavallo erzählt (Abhandl. über die Natur und Eigensch. der Luft, ausdem Engl. Leipzig, 1783, p. 746}, er habe oft Gelegenheit gehabt, zu bemer-ken, dafs eine Mischung von gemeiner und entzündbarer Luft ihre Entzündebarkeit verloren habe; bisweilen sei diese Entzündbarkeit nur schwächer ge-worden, und mehr als einmal habe sich gezeigt, dafs, nachdem die Entzünd-barkeit verloren gegangen sei, die Mischung völlig in phlogistisirte verwandeltworden. Gemeiniglich habe er sich in den Versuchen hierüber Zweiunzengläserbedient, in deren Boden er ein kleines Loch gebohrt, und einen Draht hineingekittet habe, der ohngefähr einen Zoll weit hineinreichte. War dies gesche-hen, so füllte er dann das Glas mit Ouecksilber, und liefs darauf an Statt des-selben eine Mischung von entzündbarer gemeiner Luft in verschiedenen Pro-portionen hineingehen-, gewöhnlich bestand das Gemisch aus t/j entzündbarerund gemeiner Luft. Hierauf verstopfte er das Glas sehr fest mit einem Kork-stöpsel, durch den ein Draht gieng, der in das Glas hineinreichte, und demEnde des andern durch den Boden gesteckten Drahtes sehr nahe kam. Aufdiese Art füllte er mehrere Gläser, liefs sie verschiedene Zeiten hindurch ste-hen, und zündete sie durch einen aus dem Drahte im Boden gegen den Drahtim Stöpsel gerichteten elektrischen Funken an, wodurch, wenn die Mischungfrisch gemacht war, jedes Mal eine Explosion entstand, und der Korkstöpselmit Gewalt aus dem Glase getrieben wurde. In den Gläsern aber, die schoneine Zeitlang gestanden hatten, entstand zmveilen keine Explosion, wenn erauch gleich die Ladung einer sehr grofsen Flasche durch einige von diesenGläsern gehen liefs, wenn er sie darauf öffnete, und eine Lichtflamme daranhielt, so fing die darin enthaltene elastische Flüssigkeit gewöhnlich Feuer, undbrannte wie eine Mischung von sehr weniger entzündbarer und sehr viel gemei-ner Luft zuweilen entzündete sie sich auch gar nicht, und zeigte sich durchalle Proben als pblogisticirte Luft. Diese Veränderungierfölgte zuweilen in we-niger als 24 Stunden ; zuweilen erst in drei bis 4 Tagen,- manche Gläser ex-plodirten aber nach Verlauf einer Woche noch eben so stark, als andere, dieerst frisch gefüllt wurden. Bei der Zurichtung des Apparats gab er sich diemöglichste Mühe, die Gläser fest zu verstopfen; einige davon liefs er auchdie ganze Zeit hindurch, die er zwischen dem Füllen und losbrennen verstrei-chen liefs, unter dem Wasser stehen \ die Ursache dieser Verwandlung konnte