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Dritter Band
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At «OSf H ÄS15CK5 Luft USD W A S S K R S T 0 F ? G A S. 321

entzündbaren vermische •, den Schlag könne man noch verstärken, wenn manin einem Gefäfse mit etwas engerer , .jedoch wegen der Gefahr der Zerspren-gung nicht zu kleiner, Oeffnung, gemeine und entzündbare Luft etwa zu glei-chen Theilen vermische, und hierauf nach Oeffnung des Gefäfses sie durchAnnäherung einer Flamme anzünde. Ferner erzählt er (a. a. O. p. 302), wennman während der Auflösung des Zinks in Salzsäure ein brennendes Licht nahean die Oeffnung des Gefäfses, in dem die Auflösung geschieht, bringe, sofange die hervorkommende Luft Feuer, welches bei fortwährender Auflösungdes Stoffs in der Säure an der Oeffnung ruhig und ununterbrochen fortlodere }sei aber genug gemeine Luft mit der entzündbaren gemischt, so werde sie miteinem Schlage entzündet. Hildebrandt bemerkt (Encyclopädie der gesanjm-ten Chemie, Th. II, lieft 9, p. 241) über unsern Gegenstand Folgendes: 1) Manfülle einen hohen weiten Glascylinder mit reinem.brennbaren Gas, halte eineGlasplatte unter seine Mündung, hebe ihn, damit gesperrt, aus der Wanne,und kehre ihn um, so, dafs die Mündung nach oben gekehrt ist. Man schiebedie Glasplatte sanft ab, und halte sogleich eine brennende Wachskerze an dieMündung. So verbrennt das im Cylinder enthaltene Gas schnell und mit grofserFlamme, welche jedoch almahlig bis zum Boden des Cylinders hinabsteigt. 2)Man fülle eine Flasche, die einen engen Hals hat, mit reinem brennbaren Gas,kehre, indem sie noch mit einem Stöpsel verschlossen ist, ihre Mündung auf-wärts , öffne sie, und halte eine brennende Wachskerze an ihre Mündung.So verbrennt das darin enthaltene brennbare Gas langsamer, die Flamme steigteebenfalls allmählig bis zum Boden des Gefäfses hinab ; wenn man aber aus einemandern Gefäfse Wasser in einem schmalen Strale in die Flasche giefst, unddamit die Luft allmählig hbrauslreibt, so kann man. die Flamme immerfort ander Mündung erhalten. *) 3) Man fülle die Flasche des E h r in an n’scben

Schmelzapparats (s. B. III, p. 189'; mit einem brennbaren Gas, und bringe andie Mündung der Luftröhre eine enge S-Röhre, welche sich aufwärts krümmt,und mit einem langen engen geraden Schnabel endigt, der senkrecht aufwärtssteigt, Man treibe dann das Gas durch den Wasserfall hei aus, und zünde denaus der engen Mündung der S- Röhre hervorkommenden Luftstrom an. So er-scheint eine schmale länglichte Flamme, welche wegen des nachströmenden

*) Man darf bei diesem Versuche Wasser mitten dweh die Flamme gitfsen , ohne dafssie verlöscht , ivail das Wasser durch das Gas hinab auf den Boden fällt, dahingegenhei brennendem Holz, Focht u. dgl. das H asser auf der Oberfläche des brennende^Körpers haftet. und die Gemeinschaft desselben • mit der äuss-ern Fuji unterbricht .Man nehme aber zu diesem Versuche heute schöne Flaschen , weil der durch dieFlamme erhifzte Hals von der Berührung des kalten Wassers leicht zerbricht.

MEYEB.5 SYST. IMfiSf. I. TH. II. B. II. ABTH.