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Gas fortdauernd bleibt, bis alles herausgetrieben ist. Dieses letztere läfst sichauch mit einer einfachen Flasche zeigen, auf welche man luftdicht einen wohleingewässerten Kork steckt, durch den zwei Röhren gehen Die eine RöhreA mufs einige Linien im Durchmesser haben, sich nach oben in einen Trich-ter endigen. und so lang sein, dafs sie bis fast an den Boden der Flaschehinabragt. Die andere B mufs enger sein, sich nach oben in ekle sehr feineMündung endigen , und kürzer sein , so, dafs sie nur sehr wenig unter demStöpsel herabgeht. Wenn nun in den Trichter der Röhre A Wasser gegossen,und immerfort nachgegossen wird , so wird das Gas durch die Röhre B ausge-trieben , und kann an deren Mündung angezündet werden. Eben dieses kannauch verrichtet werden, indem mr«n in die eine Mündung einer Entbindungs-flasche, in welcher durch Aütgicfsen einer verdünnten Schwefelsäure auf Eisenoder Zink brennbares Gas entbunden wird , an Statt der S - Röhre eine geradeenge mit einer sehr engen Mündung sich endigende Röhre steckt ; nur darfman das ausströmende Gas nicht eher anzünden , bis die atmosphärische Luftaus der Entbindungsflasche völlig ausgetrieben ist, und mufs daher eine nichtgii grofse Flasche nehmen, in der über der Flüssigkeit, aus der das Gas sichentbindet, nur wenig Spielraum bleibt. Soll die Flamme lang und sichtbarStrömend werden, so fülle man eine Harnblase, deren Mündung über einemHahn luftdicht verbunden ist, mit dem brennbaren Gas bis zum Strotzen an,und schraube ein feines Röhrchen an den Hahn , öffne ihn , drücke die Blase einwenig zusammen , so, dafs das Gas anfange auszuströmen , und an einer vorge-haltenen Kerze sich entzünde. Man kann alsdann nach Belieben durch stärkernoder schwachem Druek die Flamme verlängern oder verkürzen. Bei allen die-sen Versuchen, zumal aber hei denen, bei welchen das Gas in engmündigenGefäfsen enthalten ist, mufs man sich sehr hüten, dafs keine atmosphärischeLuft zu dem brennbaren Gas getreten sei, daher nur das später entbundeneGas nehmen, und die mit dem Gas gefüllten Flaschen nicht frei auf einem Ge-simse stehen lassen, sondern ihre Hälse in ein mit Wasser gefülltes Gefäfsstecken. Guy ton Morveau führt ( Encyclop. method. Chimie , T. I, p. 717)an, wenn man eine Bouteille mit reinem Wasserstoffgas aiifülle, sie mit demFinger verstopfe, und so aus der pneumatischen Wanne hinaus nehme, daraufdie Mündung wieder öffne, und sogleich eine angezündete Kerze an dieselbebringe, so entzünde sich das Gas, und man sehe die Flamme allmählig in dieFlasche hinunter steigen. Wenn man mit diesem Gas eine grofse Glasglocke,oder einen Recipienten, der an seiner Mündung mit einer geraden oder krummenRohre versehen sei, anfülle, das Gas dadurch zusammendrücke, dafs man denRecipienten unter das Niveau des Wassers in der Wanne bringe, alsdann denHahn öflne, und der Mündung der Röhre eine Kerzenflamme nähere, so ent-