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Dritter Band
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Atmosphärisch* Lust und Wasserstoffgas. 32?

es angezündet w'erde, als die mit l/j dephlogistisirter Luft gemischte brennbare.Nach Nerel’s Versuchen sollte die entzündbare Luft aus Metallen nur in offe-nen Gefafsen verplatzen (bei Macquer a.- a. 0. Th. II, p. 836.) Gren führt(Grundrifs der Naturlehre, Halle .1793, p. 614) an, wenn man das brennbareGas mit etwa drei Theilen atmosphärischer Luft vermische, so brenne es beider Entzündung mit einem starken Knalle ab; das Gemisch heisse auch Knall-luft. Roscnthal sagt, die aus mineralischen Körpern gezogene brennbareLuft brauche nur zwei Tlicile gemeine Luft , um sich mit einem Knalle zu ent-zünden. Kries bemerkt (in s. Ausgabe von Euler’s Briefen über verschied.Gegengt. aus der Naturlehre, B. III, p. 248), bei der Entzündung des Gemi-sches von atmosphärischer LufL mit brennbarer entstehe ein Knall, der destoheftiger sei, je reiner die beigemischte Luft, und je besser das Verhältnifs derMischung getroffen sei; man rechne olmgefahr zwei Theile atmosphärischerLuft auf einen Theil brennbarer; der Knall sei mit einer starken Explosionverbunden , die es gefährlich machen würde , ein Glas mit einer solchen Mischungin der Hand anzuzünden. Ueberhaupt taugen gläserne Gefäfse zu diesen Ver-suchen nicht, besser seien Blasen, und selbst Seifenblasen oder ein Gäscht vonSeifenwasser, wozu man diese Knallluft genommen habe. Halle sagt (Magie,Th. II, p. 69) zu der Entflammung der entzündbaren Luft gehöre eine Mischungvon halb gemeiner und halb brennbarer Luft, ob letztere gleich auch in der1 Verbindung mit viel mehr gemeiner Luft aufflamme. Wenn von einer oder derandern Art zu viel genommen werde, so falle der Knall schwach aus. Sei zuviel von der brennbaren Luft, so entzünde diese sich nur zum Theil, und mankönne den übrigen Theil noch zum zweiten Male abbrennen, wenn man vonNeuem gemeine Luft zusetze. Sei zu viel von der gemeinen Luft genommen,so verschalle man sich durch neue Zusätze von brennbarer Luft mehrere Ent-zündungen nach einander. Mit vier Maas entzündbarer Luft, und 2 l/j Maasals der kleinsten möglichen Menge, gemeiner Luft entstehe der schwächste Gradder Entzündung; mit vier Maas entzündbarer und 11 Maas gemeiner erreicheman den stärksten Grad der Entflammung und Verpuffung; mit vier Maas(brennbarer und 53 V® gemeiner Luft, oder der gröfsten möglichen Menge ge-meiner Luft verrichte man die allerkleinste Explosion ; die Mischung aus vierTheilen entzündbarer und 2 Theilen gemeiner Luft bedürfe zu ihrer Explo-sion und Entflammung nur des schwächsten elektrischen Funkens , z. E. desder Taschenmascbine. IHldebrandt führt (Encyclopadic dev Chemie, B. I,p. 159) an , vermöge der grofsen Ausdehnung, die ein Gemisch von atmosphä-rischer Luft und Wasserstoffgas durch die Entzündung erhalte, fahre dasselbe,noch ehe es ganz verbrannt sei, heftig zur Mündung des es enthaltenden Ge-fäßes heraus, werfe, wenn diese verschlossen sei, das Verschliessende , den