Band 
Dritter Band
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328 A iMospfljEiiscH! Luft und Wassers t o f f g a s(V

Stöpsel, mit einem heftigen, Knall bewirkenden, Stofse heraus, oder zersprengegar das ganze Gefäfs. Man nenne daher ein Gemenge von brennbarem Gasund atmosphärischer Luft, Knallluft ; solche Knallluft könne in einem ver-schlossenen Gefäfse am besten durch den elektrischen Funken entzündet wer-den, den man durchschlagen lasse; so in der Volta’schen (weiter unten zubeschreibenden) Pistole. Thomson führt (System der Chemie, Wolffs Aus-gabe, B. I, p. 70) an, wenn zwei Theile Wasserstoffgas mit sechs Theilen atmo-sphärischer Luft (dem Volumen nach) vermischt werden , so knalle die Mischungsehr heftig. Auch Klose sagt (Pharmacologie , Th. II, B. I, p. 72), ein Ge-misch aus Wasserstoffgas und atmosphärischer Luft, im Verhältnifs 1: 3 demBaume nach, entzünde sich durch den elektrischen Funken, brenne schneller,und verursache dabei einen heftigen Knall. Priestley behauptet (S. Cavalloa. a. 0. p. 606), um den stärksten Knall, der mittelst der gemeinen Luft durchdie entzündliche zu bewirken sei, hervorzubringen, müsse letztere mit -fi vongemeiner Luft vermischt werden. 1) Derselbe bemerkt (Versuche und Beobach-tungen über verschiedene Gattungen der Luft, Th. I, Wien und Leipzig 1778 ,p. .56), man könne den hohem Grad der Entzündbarkeit der brennbaren Luftnach der gröfsern Anzahl von Explosionen, die. nach einander erfolgen, wennman ein Licht vor die Oeffnung eines damit angefiilltcn Fläschchens halte,schätzen. Um diese Probe anzustellen, müsse man die Oeffnung des Fläsch-chens nach einer jeden Explosion, die unmittelbar eine Flamme begleite, ver-stopfen, weil sonst die entzündbare Luft so lange fortbrenne, bis sie gänzlichverzehrt sei ; ohngeachtet man dieses am Tage nicht bemerken könne. Tram-pel erzählt folgendermafsen einen Vorfall, der die Explosion bei Entzündungdes Wasserstoffgas betrifft. (Greifs chcm. An nah 1784, B. II, p. 42S’: „Aufmeinem Zimmer standen veischiedene zugestopfte Ouartierbouteillen, in welchenbrennbare Luft gewesen war. Ein junger Wundarzt kam in den Abendstundeneinst zu mir, nahm eine von diesen ledigen Boutcillen in die Hand, ging ansLjcht und zog den. Kork heraus : kaum halte er dieses gethan so entzündete

sich

1) Dies bestätigt si^f.dndessen keineswegs. Soll clcr Knall heftig sein, so tnujs immerdem l 'olumen nach mehr atmosphärische als brennbare im Gemisch sein ; ich glaubet , deshalb fast , dafs das obige I- 'erhältniJs nur ein Fehler vom Uebersctzer ist, und‘ ’ dafs'idi Originale, das mir nicht zu Gebote steht , angeführt ist, nach Priestley

• • * * müssen-vir denr ’G emisch von entzündlicher und gemeiner Duft zwei Drhtheil ge-'t^.-.-'Theine-sein, zueim de?' stärkste Knall hervorgebracht werden solle. Indessen mögte■ zu dem letztem Zwecke doch das von Wolff und Klose angeführte Ferhältnijsdas beste sein. ■- v. 3. Fh.