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Atmosphärische Luft uno Wasseb.
Dampfmaschine.
Dampfmaschine nach der vollkommeneren Art zu London in York Building andem Ufer der Themse zu Stande , um Wasser aus der Themse in die Stadtzu leiten. Im Jahre 17.26 kam von dieser neuen Dampfmaschine eine eigeneBeschreibung und Zeichnung zu London heraus ( A Description of the En-gine for raising Water by Fire), welche Wcidler (a. a. 0. p. 57 ff. Th-III Fig. 17 , und Th. IV Fig. 18) im Original und in der lateinischen Ueber-setzung mittheilte, wo er zu gleicher Zeit noch mehrere Erläuterungen ,nähere Bestimmungen und lehrreiche Bemeikungen hinzufügt. Er nennt siedie verbesserte englische Dampf in a s c h i n e, und unterscheidet siegenau von der Saveryschen oder altern. Demohngeachtet beschreibensie neuere Schriftsteller wie Belidor, Bossut , Lau gs dorff unter demNamen S avery s ch e Dampfmaschine, obgleich auch schon Desaguliers(a. a. 0.) sie beide von einander unterscheidet. Er beschreibt diese Artder Dampfmaschinen mit grofser Genauigkeit, und besonders ihre Steue-rung mit sehr vieler Ausführlichkeit (Tab. XXXVI— XXXIX). Die Ein-richtung dieser Maschine hat mit der altern des Savery in der That nureine sehr geringe Aehnlichkeit. Die ganze bewegende Kraft ist dabei blofsder Druck der atmosphärischen Luft gegen den Kolben, unter welchemdurch Vernichtung des expansibeln Zustandes der vorhin hineingelassenenDämpfe ein Vacuum hervorgebracht wird. Vermittelst dieses atmosphärischenDrucks Avird der Kolben im Cylinder niederbewegt, die Kolbenstange ziehtden einen Arm des Waagebaums oder Balancier’s nieder, und erhebt dadurchden andern Arm , an welchem die Last applicirl ist oder woran die Pum-penstangen der Säugpumpen angebracht sind, die das Wasser erheben. DieDämpfe dienen also bei dieser Maschine wirklich zu Aveiter nichts, alsdafs sie nachher zur Entstehung des Vacuums Gelegenheit geben, damitdann die eigentliche beAvegende Kraft der Maschine, der Druck der Luft,wirksam werden könne. Zrvar scheint es , als ob die Avieder unter denKolben des Cylinders tretenden Dämpfe , die Erhebung desselben unmittelbarhervorbrachten; aber dazu ist schon die UeberAVueht des jenseitigenArms vom Waagebalken hinreichend. Auch ist [es nicht wahr, dafs beimAufsfeigen des Kolbens des Cylinders der Druck der Atmosphäre auf dieFläche desselben überwunden werden müfste; denn dieser findet garnicht mehr Statt, oder vielmehr, er ist nicht einseitig, sobald unter demKolben ein eben so elastisches Fluidum, als die atmosphärische Luft obenist, (und dies sind die Dämpfe des kochenden Wassers), nachfolgen kann.Es ist aber dabei der Vortheil, dafs die Hitze des im Kessel eingeschlosse-