A r v, ii s p a s i i s c H R L u v t u v d W a S 5 b £.
SOI
Dampfmaschine.
nen Wassers und also der Wasserdämpfe nicht höher, oder nicht viel hö-her zu sein braucht, als 212 Grad Fahrenh. Denn bei diesem Grade habensie eine mit der atmosphärischen Luft gleiche absolute Elasticität. DurchVergröfserung des Durchmessers des grofsen Cylinders und also scinesKol-bens hatte man es in seiner Gewalt, die bewegende Kraft zu verstärken ,ohne dafs deswegen die Hitze der Dämpfe gröfser zu werden brauchte.Bei der Saveryschen Feuermaschine konnte man nur durch Vermehrungder Hitze der Dämpfe die bewegende Kraft, die das Wasser in dem Steig-rohre in die Höhe drückte , verstärken , wie es auch Papiji bei seiner Ma-schine zu thun versuchte. Die Verschiedenheit des Mechanismus dieserMaschine ist so grofs und wesentlich , dafs sie eher für eine ganz neue Er-findung als für eine blofse Abänderung der ältesten Saveryschen gehal-ten werden mufs. Ihr grofser Vorzug vor „dieser bestand darin, dafs sicmit eben der Feuerung ■weit mehr Effekt leistete, dafs sie mit Pumpen in Ver-bindung gesetzt war, die aus sehr ansehnlicher Tiefe das Wasser erhebenkonnten, dafs sie eben deswegen nicht in der Tiefe der Schächte angelegtzu werden brauchte, und endlich, dafs sie sich selbst regierte und durcheinen sehr sinnreich angebrachten Mechanismus beim Spiel der Maschinedie Schieber und Klappen sich selbst öffneten und schlossen.
Die erwähnte Maschine dieser Art, welche in London zu Stande kam?und wovon W eidler die Beschreibung in Deutschland bekannt machte’hatte einen bronzenen Cylinder von 30 englisch. Zoll irn innern Durchmesser \seine Höhe war neun Fufs; die Dicke seiner Wände i/iZoli, die Breite desKessels acht bis neun Fufs, die Höhe sechs Fufs, die Dicke ’/« Zoll. DerDruck der Luft auf den Kolben des Cylinders, als die bewegende Kraft, be-trug naeh Weidler nahe 9600 Pfund, wobei freilich irrig vorausgesetztist , dafs unter dem Kolben ein völliges Vacuum entstehe. Die Bewegungder Kolben in zwei Pumpenröhren war sieben Fufs Höhe , zehn Mal in einerMinute. Sie förderte jede Minute 2880 Pariser Kannen Wasser, oder zehnTonnen , und in 24 Stunden 14400 Tonnen.
Der bewunderungswürdige Mechanismus der Maschine , ihre künstlicheSteurung, ihre so beträchtliche Kraft und ihre grofse Wirksamkeit dasWasser zu sehr ansehnlichen Höhen zu erheben, oder aus sehr beträcht-lichen Tiefen zu fördern, da wo andere Kräfte zur Bewegung anderer Ma-schinen, wie Aufschlagewasser fehlten , verschafften dieser neuen Erfindungungetheilte Bewunderung. Sie versprach sehr beträchtliche Vortheile, undleistete sie auch , zu mal da , wo das Brennmaterial wohlfeil, und leicht zu.haben war.
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