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Beschreibung der Feuer abhaltenden Lehmschindeldächer : nebst gesammelten Nachrichten und Erfahrungen über die Bauart mit getrockneten Lehmziegeln : mit 3 Kupfern / von D. Gilly, königlichen Geheimen Ober-Baurath
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Nach allen laug bekannten Versuchen," sagt derFreyherr von Dalberg S. 7. seiner ofterwähnten Schrift,ist der Leimen (Lehm) für die Gebäude des Landmanns,» in Beziehung auf Feuerfestigkeit, der beste Stoff. Erist wohlfeiler als Gyps; widersteht dem Feuer besserals Kalk, und ist fast allenthalben zu finden. In Ge-benden, wo es an Leimen fehlen sollte, könnte dieserMangel, wahrscheinlich durch eine Mischung von Sand,Thon, Kalkerde und etwas Eisenocker zusammen er-setzt werden, denn dieses sind seine Bestandtheile. Deranerkannten Feuerfestigkeit des Lehms wegen, werdenja auch Brandmauern, Schornsteine, Kamine, Ziegcl-nnd Kalköfen mit Lehm, anstatt mit Kalkmörtel, ge-dauert §)."

Alle neuere Erfahrungen haben es bestätiget, daßder Lehm, wenn er nur nicht von stehender oder allzu-lange wirkender Nasse leidet, gegen alle andere Einwir-kungen der Luft von außerordentlich langer Dauer sey,und daß man bey gehöriger Vorsicht mit diesem Mate-rials die festesten Gebäude aufführen kann, indem mandurch genugsam erhöhete Fundamente, Ueberschwem-mungen, und selbst die Erdnasse und das Wasser vonden Dächern abhält, auch durch das übergebauete Dach,

Beyläufig bemerke ich, daß ich bereits bey Ziegclöfcn,Mauern und Gewölbe von bloß getrockneten Lehmziegelnhabe aufführen lassen, die sich guthatten.