( 41 )
kein Stroh, Heu, Scheben, oder dergleichen trockeneVegetabilien mit unter den Lehm gemischt wissen will,indem er der Meynung ist, daß solche vergänglich sind,worin er aber, nach vielfältigen Erfahrungen an denmit Stroh vermischten Lehmstücken von Windelbodenoder gestackten Fächern aus den ältesten Gebäuden, un-recht hat; und ich bin vielmehr mit dem Herrn vonGoldfuß und dem teutschen Baumeister Herrn iangein ihren vorhin angeführten Schriften überzeugt, daßdiese in den Lehm gemischten Materien, da ihnen derZugang der Luft benommen ist, sie auch nicht naß oderfeucht werden können, sich so gut wie der Lehm selbst er-halten, und daß sie hauptsächlich die Verbindung undFestigkeit der Lehmsteine bewirken, obgleich nicht zuläugnen ist, daß nach einer gemachten Probe, auch nachder Coinkeramschen Methode Steine von bloß ange-feuchtetem, nicht nassem Lehm, die sehr fest zusammen-gestoßen oder gestampft worden, von großer Festigkeitsind. Nach allem diesem kömmt es nur darauf an, nachdem Zweck dieser Blätter, diejenigen, welchen die Art-fertigung der getrockneten Lehmziegel oder sogenanntenLehmpatzen, noch ganz unbekannt ist, davon zu beleh-ren, andern aber, die aus meiner ersten Schrift odersonst schon diese Bauart kennen, noch manche seit derZeit gesammelte Erfahrungen, auch darnach gemachteVerbesserungen vorzulegen.
C 5