c 42 >
ES ist demnach gut, obgleich so nothwendig nicht,als bey Ziegeln, die gebrannt werden sollen, wenn derLehm zu den Lehmziegeln im Herbst ausgegraben wer-den, und den Winter durch auswittern kann. Sonstaber ist selbiger auch sogleich, als er ausgegraben wor-den, ohne sonderlichen Unterschied, zu gebrauchen.
Nachdem der Lehm mit Wasser gehörig erweichtworden, mischt man Roggenstroh, welches etwa z Zolllang von einander geschnitten worden, und besondersFlachs- ode^ tzanfscheben darunter, und laßt es gutdurcheinander treten; alsdann werden von dieser Massein einer hölzernen Form, wie die gewöhnlichen zum Zie-gelstreichen, Ziegel gestrichen, die, wenn sie getrocknet,i i Zoll lang, Zoll breit und 6 Zoll hoch sind ^),weshalb die Form etwas größer und etwa ^ Zoll langer,auch einen viertel Zoll breiter und höher seyn muß, alsdas vorgedachte Maaß, weil der nasse Lehm nach demAustrocknen schwindet, oder ein kleineres Volumen giebt.Diese Lehmziegel legt man einige Zoll weit aus einander,mit der breiten Seite auf der Erde, auf einen mit Sandbestreuten Platz, zum trocknen; wenn sie etwas betrock-
--) „Anfänglich wurden dieLehmpatzen >5 Zoll lang. 7;- Zoll„breit und 6 Zoll dick gemacht, allein man bemerkte, daß„sie in dieser Grhße schwerer trockneten, auch sehr unbe-quem zu handtbieren, und besonders mit Mühe in die„Höhe zu bringen waren, weshalb denn ein kleineres For-„mat angenommen worden ist."