Erster Brief. Slebenagk n
mal gepflügt, vier Scheffel gesäek, und eben so vielals bey der Gerste erbauet; zu Erbsen ein bis zwcy-inal, nachdem es die Umstände erlauben, und zweyund ein haiberScheffekSaamen geben fünf und dreyßigScheffel Erndte. Zu Rüben pflüget man drey bisviermal, und hacket das Land ein bis zweymal. Siehüten solche mit Schaffen, die großen Pachter abermit schwarzem Schottischen Rindviehe ab, und rechnendie Nutzung der Rüben auf zwey Pfund Sterlingezwey Schillinge» Die Nutzung einer Kuh rechnetman zu fünf Pfund Sterlinge. Sie spannen vierPferde mit zween Knechten vor den Pflug, und pflü-gen gleichwohl den Tag nicht mehr, als einen Acker.
Die ansehnlichste Pachtung in dieser Gegend ge-hört dem Wirthe des Schwanes zu Stevcnage. Siebesteht aius tausend und zwcyhundertAckern überhaupt,wovon tmuscnd Pflugland und zweyhundert Gras-land sind ; sie giebt siebenhundert Pfund SterlingeRente. Er besäet jährlich hundert und fünfzig Ackermit Weizen, vierhundert mit Sommergetreyde undneunzig mit Rüben, und hält vierzig Pferde, zweyund zwanzig Kühe, acht und zwanzig Mastochsen,achthundert Schaffe, «acht Knechte und fünf undzwanzig Tagelöhner. Er säet viel Sainfoin mitGerste, läßt es sechs bis acht Jahre stehen, und reißtdas Land qlsdenn wieder um. Ich ritte über einenguten Theil seiner Felder, und fand solche in gutemStande, rein, und wie sie bey einer guten Wirth-schaft beschaffen seyn sollen»
Von Stevcnage sind die Wege über Hitchin nachLuton erbärmlich. Zu Offley hielt ich mich etwasauf, und fand, daß die Wirthschaft von der zu Ste-venage in manchen Stücken abgeht. Der Boden istthon-und kreidcartig; unter der Dammerde findet
man