Band 
Erster Theil.
JPEG-Download
 

i6 Erster Brief. Wooburn.

trägt neunzig Pfunde; darauf werden neun Pferde,zehen Kühe, hundert Schaafc, vicrKnechte und zweyT-gelöhncr gehalten. Von dem Pfluglande rechnetman dreyßig Acker zum Weizen, dreyßig znGerstcrc.und vierzig zu Erbsen und Bohnen.

Ich habe nicht unterlassen mich allenthalben, woich durchpassiert bin, genau nach dem Zustande einesjeden Dorfs (parckla) überhaupt zu erkundigen, aberselten alles Fragens ungeachtet, zuverlässige Nachrich-ten erhalten. Ich vermuthe aber, daß folgendes Ver-zcichniß von Milton ziemlich richtig ist, vielleicht istnur in der Zahl der Acker etwas gefehlt. Das ganzeDorf hat tausend Aecker, sieben Pachtungen undgiebt sechs hundert und fünfzig Pfund Sterlings Ren-ten. Eswerden fünfzig Pferde, hundert Kühe, sechshundert und fünfzig Schaafc und fünf und zwanzigTagelöhner gehalten.

Wooburn Abbey ist der schöne Landsitz des Her-zogs von Bcdford, und in allen Betrachtungen, derNeugierde eines Reisenden würdig. Das Haus be-steht aus einem großen Vierecke, und hat innwen-dig einen geräumigen Hof. Die Seite dem Bas-sin gegen über, ist die beste. Hinter demselben liegendie Nebengebäude und machen zwey besondere vier-eckige Höfe aus, die sehr simpel, aber zu ihrer Absichtungemein bequem angelegt sind. Sie bestehen ausweißen Steinen wie das Hauptgebäude. In derMitte zwischen beyden ruhet eine Kuppel auf Toska-nischen Säulen, welche eine gute Wirkung thun,überhaupt habe ich nie mit so vieler Kunst in Absichtauf ihre Bestimmung angelegte Nebengebäude zurKüche, Ställen und vor die Bedienten gesehen.

Die Zimmer in dem Gebäude sind alle mit vielemGeschmacke meublirt, es fehlt weder an Marmor,

noch