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Zweyter Brief. Grantham.
Kohlrüben über der Erde, oder die so genanntenKohlrabi, lieben die Ochsen nicht, weil sie hart undleicht stockig werden, hingegen fressen die Schaafesie gerne.
Man säet sie zu Anfange des Märzes, und ver-pflanzt sie, wenn sie vier Zoll hoch sind, in ein wohlumgearbeitetes Beet. In der Mitte des Sommersversetzt man sie achtzehn Zoll von einander in vierFuß weiten Reihen auf das Feld. Ist das Wettertrocken, so werden sie mit einem Wasserwagen ge-wässert, welches wenig kostet. Man rechnet sechs-tausend Pflanzen auf einen Acker; wenn das Un-kraut sich einstellt, so wird der Boden mit der Pfer-dchacke aufgelockert. Ein Tagelöhner kann täglichtausend bis fünfzehnhundert, ein Gärtner aber drey«tausend pflanzen. Den Ertrag eines solchen Feldeskonnte ich nicht erfahren, wenn man aber das Stücknur zu vier Pfunden anschlägt/ so macht es über vierund zwanzig tausend Pfunde, welches für die späteZeit, da man sie aufbewahrt, ein beträchtliches Fut-ter ist.
Man bauet hier die Rüben zwar in großerMenge, aber auf keine gute Art. Um Coldharbourist der Boden so leicht, daß sie nicht nöthig habenihn sehr klar zu machen, sie bilden sich ein, sonst nichtszu erbauen; sie hacken das Land aber schlecht. Ichgieng über einige Rübenfclder eines Nachbars vonHerrn Midlemore, die zwar gehackt waren, jedochviel zu lack und unordentlich stunden. Zum Auf-lockern des Rübenlandes bedient Herr Midlemoresich einer Art von Ege mit vier Rädern, deren Bal-ken fünf Fuß sechs Zoll lang sind. Die Zinken ha-ben die Form von vorwärts gebogenen Hacken, welcheden Erdboden, indem das Pferd vorwärts zieht,
gleichsam