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Dritter Drief. Sheffield.
Die Messerschmiede theilen sich in verschiedeneKlassen, nachdem sie entweder Rasirmesser, andereMesser, Scheeren, Lanzetten u. s. w. verfertigen.Unter diesen verdienen die Schleifer das meiste; esist nichts außerordentliches, wenn einer die Wocheachtzehn bis zwanzig Schillinge erhält. Dieser hoheLohn rührt aber von der damit verknüpften Gefahrher, denn die Schleifsteine drehen sich so erstaunlichgeschwinde um, daß sie oft bloß von der Gewalt derBewegung in Stücken zerspringen, und die Arbei-ter todt schlagen. Diese Unglücksfälle waren sonsthäufiger, man befestiget aber seit einigen Jahren einEisen über den Stein, daran die Schleifer arbeiten,auf daß die Stücke, wenn er ja springt, vorwärtsstiegen müssen. Dem ungeachtet werden die Arbei-ter oft auf eine erstaunliche Weise zurück geprellt,und ein kleines abspringendes Stück kann ihnen eineHand abbrechen. Der Mechanismus dieser Schleif-räder ist sehr artig. Ein großes Wasserrad treibtandere, und diese wieder eine Anzahl von Schleifstei-nen, deren Geschwindigkeit nach Proportion immerzunimmt. Diejenigen Räder, daran die Messer zu-letzt fein oder gut geschliffen werden, drehen sich miteiner solchen unglaublichen Geschwindigkeit, daßman mit dem Auge nicht einmal unterscheiden kann,daß sie sich bewegen. Bey der anderen Messer-schmiedearbeit kann einer täglich einen und einen hal-ben bis zween Schillinge, ja gar bis zu zehn Schil-lingen verdienen; das erste ist der gemeine Lohn, denletzten erhalten nur diejenigen, welche die Rasir-messcr polircn. Dieß ist allerdings ein erstaunlicherLohn für Händearbeit, gleichwohl finden sie alle un-aufhörlich zu thun.
Hier ist auch eine Seidenmühle nach der berühm-ten zu Derby angelegt, dabey hundert und zwey und
E fünfzig