Band 
Erster Theil.
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Vierter Brief. Risby. 97

Sänne hingestreckt, um seine Kuh an -er Leine gra-sen zu lassen, bequemt sich nunmehr zur Radehackeund zum Szxrden. Mit einem Worte, müßigeLeute gewöhnen sich nach und nach zum Fleiße, Iun-gens und Knaben greifen mit an, und Weiber neh-men die Sichel in die Hand, wenn es viel zu verdie-nen giebt. Auf diese Weise entsteht gleichsam ei»neues Geschlecht fleißigerer Menschen, und sie vermeh-ren sich nach Proportion der Arbeit, die sich findet.Dieses ist so gewiß, daß man bey sich häufendemVerdienste jedes Dorf dieser Gegend gleichsam in einBirmingham und Sheffield*) verwandeln könnte.Wer wird aber behaupten, daß die umliegendenLandwirthe deswegen keine Arbeiter finden würden?

Daß sich die Arbeiter, durch mehrere Gelegenheitetwas zu verdienen, wirklich ungcmein und nicht nurzum Scheine vermehren, erhellt unter andern auchdaraus, daß der erhöhete Handlohn Müßiggangnach sich zieht. Dieß möchte manchem ein Wider-spruch von dem scheinen, was ich bisher behauptet,ich will mich aber erklären. Ein hoher Lohn reizt,wie gesagt, manchen Müßiggänger zur Arbeit, hataber auch zugleich auf alle, die zum Müßiggängeoder schlechten Leben geneigt sind, einen großen Ein-fluß , weil sie nur vier oder fünf Tage in der Wochearbeiten, um die beyden übrigen zu faullenzcn. Dießlehrt die Erfahrung in allen Städten, wo Fabrikensind, und braucht keines Beweises. Die Folgendes hohen Mohnes sind also, daß die Zahl der Arbei-ter zwar sehr vermehrt wird, daß aber auch viele,wenn gleich nicht alle, zum Müßiggänge verleitet wer-den,

*) Ein paar wegen ihrer vielen Arbeiter und Fabrikenberühmte und volkreiche Städte.

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