;oo Vierter Brief. York.
Mißfallen. Man trifft hier viele Bildhauerarbeitvon einem ungcmein leichten Styl an, vornehmlichden Himmel eines Monumentes an der Ostseite beyeinem Fenster, einige Zierathen an dem Monumentedes Erzbischofes Savage, und die Verzierung desFensters gegen Morgen rc.
Das Domkapitel gehört unter die merkwürdig,sten Gothischen Gebäude, denn es ist zierlich undvon guten Verhältnissen. Es besteht aus einem Acht,eck von drey und sechzig Fuß im Umfange, und ist inder Mitte sieben und sechzig hoch. Beym Eintrittsgefallen einem gleich die guten Verhältnisse. SiebenSeiten sind große Fenster; rings umher läuft einekleine Gallerie, deren ich nur deswegen gedenke, weilste so gut angegeben ist, daß das Auge nicht dadurchbeleidigt wird. Man trifft schwerlich ein gesunde,res, luftigeres und angenehmeres Gefängniß als daShiesige an, es verdient deswegen besucht zu werden.
Der Assembleesaal wird für den besten in Eng,land gehalten; der vor einiger Zeit verstorbene GrafBurlington hat solchen durch den Baumeister Kentim Geschmacke eines Egyptischen Saales anlegen las-sen. Rings umher stehen Korinthische Säulen, welcheeine prächtige Wirkung thun. Er ist im Lichtenhundert und zwanzig Fuß lang, vierzig breit und vier,zig hoch; man glaubt aber nicht, daß er so groß ist,weil man nichts mehr als den mittleren Platz zwischenden Sätsien sieht, die zween Fuß dick sind, und vierFuß von der Wand abstehen. Der Platz ist alsonur acht und zwanzig breit, hundert und acht Fußlang, und verliert bey der Höhe von vierzig Fuß alleProportion; er hat vielmehr das Ansehen einesDurchganges zu einem prächtigen Saale. Der Platzhinter den Säulen ist zum Sitzen bestimmt, und