Vierter Brief. Thorne. rzz
Das Eigenthum dieses Moores ist sonderbar ein-getheilt. Auf jeder Seite liegen in der angezeigtenBreite desselben kleine Stückchen angebaueten Fel-des, das'etwa acht und zwanzig Ellen breit ist;wer einen solchen Acker besitzt, dem gehört auch eineben so breites Stück von dem Moore in gerader Li-nie, bis an das Stück des auf der andern Seite lie-genden Feldbcsitzcrs. Diese kleinen Stücke sindmeistens eingezäunt, und seit vielen hundert Jahrennach und nach, wie manche benachbarte Felder, vondem Torflande abgebrochen worden. Der Bodenist vortrefflich fett, und liefert daher gute Erndtenvon Gras und Korn, hat aber durch seine Lage dieUnbequemlichkeit, daß im Winter das Wasser dar-über geht; ein solcher Acker giebt sieben bis achtSchillinge Pacht. Jeder Eigenthümer kann sich soviel von dem ihm gehörigen Stücke Moor zu Feldemachen, als ihm beliebt, aber die Kosten, den Torfwegzustechcn, belaufen sich höher, als man das Feldnutzen kaun. Ein Mann sticht täglich ohngefährvier Quadratellen. Man läßt die Arbeit insgemeindurch arme Leute verrichten, und giebt ihnen denTorf dafür.
Die Verbesserung eines solchen Landes ist sehrungewiß. Beym ersten Anblicke des Moores sollteman es für unmöglich halten ; ich bin aber andererMeynung. An der Spitze eines Stückes, wo Torfgestochen ward, bemerkte ich um ein viereckigesStück gegen das bereits zu Acker gemachte Feld zubeyden Seiten einen Abzug, und einen anderen querdurch das Moor. Dieser Graben war nur zweenFuß tief, that aber zum Austrocknen eine augen-scheinliche Wirkung. Wir konnten innerhalb desGrabens sehr fest gehen, aber auswärts nicht ohne
I Z Gefahr