Fünfter Brief. Wentlvorth-hvuse. 14z
noch höher in einem dünneren Walde steht die Py-ramide, welches zusammen eine prächtige Wirkungthut. Rechter Hand erblickt man eine Menge an-gebaueter Hügel.
Ich habe der großen Pyramide bereits oft ge-dacht, ste verdient aber noch eine nähere Beschrei-bung. Sie besteht aus einem dreyeckigen Thurme,der ohngefähr zweihundert Fuß hoch auf einem Hü-gel angelegt ist; man steigt vermittelst einer Wen-deltreppe hinauf, und hat oben einen erstaunlichenProspekt, der das Auge unvermuthet überrascht.Man übersieht das Haus, alle umliegende Hügel,Wälder, Wasser, Tempel u. s. w. mit einem Blicke,und in einer mehreren Entfernung einen unermeßli-chen Strich angebaueter und eingezäuneter Felder«Ueber dem Eingänge liefet man folgende Innschrift:
„Diese Pyramide ist von einem der getreucsten„Unterthanen des Königes, dem Marquis Thomas„von Rockingham, errichtet. Zu Ehren Georg des„Zweyten, des Erhalters unserer Gesetze, Religion„und Freyheit, nachdem er, unter göttlichem Bey-„siande, die Rebellion in England gedämpft, das„Gleichgewichte von Europa erhalten, und allen„Mächten einen billigen Frieden verschafft hat, im--Jahre 1748.,,
Bey der Pyramide liegt ein artiges Zimmer,Von dem man einen reizenden Prospekt hat, und dar-in» die Marquifinn zuweilen Thee trinkt. Nichtweit von der Pyramide ist eine Arkade aufgeführt,welche dem Ionischen Tempel zum Prospekte dient.
Man sieht von diesem zierlichen Gebäude eine rei-zende Landschaft, in dem tiefer liegenden Thalc fälltLas Wasser an manchen Stellen in die Augen; auf
der