Band 
Erster Theil.
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t44 Fünfter Brief. Wentworth-house.

der einen Seite zeigen sich die verschiedenen bisherbeschriebenen Lustwäldcr, bis an den großen Waldvon hundert Ackern. In solchem soll ein großerObe-lisk errichtet werden, der eine majestätische Wirkungin Ansehung aller umher liegenden Hügel thun wird.Bey gedachtem Tempel liegt die Menagerie, dem Ge-wächshause gegen über; man trifft in derselben eineerstaunliche Menge goldfarbener Fasanen, Kakadus,Tauben von Malacca u. s. w. an. Das Gewächs-haus ist geräumig, und daran stößt ein Zimmer zumThcetrinken. Von hier geht man eine Terrasse hin-ab, und während der Zeit wird das Auge durch dieAbwechselung von Hügeln, Thälern, schlängelndcmWasser, Wäldern und Tempeln ergötzt.

Mit einem Worte, Wentworth ist in allen Be-trachtungen einer der schönsten Plätze des Königrei-ches. Bey anderen Landsitzen bewundert man balddas Haus mit seinen Merkwürdigkeiten, bald denPark, bey manchen rühmt man die zur Zierde indem Parke aufgeführten Gebäude, oder auch die schö-nen Prospekte überhaupt. Hier ist alles vereinigt;das Gebäude ist eines der größten in England; derPark hat alle Schönheiten der Natur und Kunst,die man sich nur gedenken kann; die prächtigen Wäl-der übertreffen alle Beschreibung; die Tempel habeneine schöne Architektur, und eine so wohlgewählteLage, daß sie den Reiz eines jeden Platzes außeror-dentlich erheben. Dazu kommt die Schönheit derumliegenden Landschaft, die aus angebaueten Hü-geln, Dörfern und Städten besteht.

Die Natur hat freylich viel zu Wentworth ge-than, aber sie ist durch die Kunst verschönert, und zueinem höheren Grade der Vollkommenheit gebrachtworden. Dazu gehört kein kleines Genie. Man

kann