Band 
Erster Theil.
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148 Fünfter Brief. Wentworth-honst.

stäche bleibt mitten im Winter so trocken, daß einOckse darauf gehen kann, ohne daß die Füße em-schnciden, da es zuvor nicht einmal einen Menschentragen konnte. Im Ackerlande zeigt sich der Nutzeneben so deutlich; denn anstatt daß die Saat sonstvor Nässe verfaulte, und sich nicht bestocken konnte,so steht sie jetzt beständig trocken. In Ansehung desAckers hat diese Verbesserung einen unendlichen Vor-theil, man kann ihn jederzeit bearbeiten, und imFrühlinge zur Saat pflügen, wenn andere noch garnicht darauf können. Wie schädlich eö ist, NassesLand zu bestellen, weis -edermann.

Der Lord hatte von diesen Verbesserungen diedeutlichsten Vortheile, gleichwohl vergiengen einigeJahre, ehe ihm jemand nachfolgte. Zuletzt gicngeneinigen, bey denen die Vorurthcile am wenigsten ein-gewurzelt waren, die Augen auf, und ich fand, baßihre auf obige Art ausgetrockneten Felder eben somerklich verbessert waren.

Des Lords Verfahren in Ansehung des Gras-landes verdient eine durchgängige Nachahmung,weil er dadurch so vortreffliche Wiesen und künstlicheGräscreyen zuwege gebracht hat, dergleichen ich nir-gends gefunden. Er verfährt folgender Gestalt da-bey: Wenn das Land während der Brache von an-derthalb Jahren durch vieles Pflügen und Egcn vor-trefflich zubereiret, und so klar und glatt gemachtworden, daß man nicht die geringste Furche spürt,so wird Haber, und zugleich zwölf Pfund Klee undacht Scheffel des reinesten Heusaamene darauf ge-säet. Nach Abbringung des Habers werden nochsechs Pfund Klee über die Stoppel gcstreuet, undwohl eingeharket, alsdenn wird ein fetter Düngerüber das Feld gebreitet und eingeegt, und der Saa-

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