Fünfter Brief. Weiitworth-house.
wen völlig bedeckt; so bleibt das Feld den erstenWinter liegen. Im folgenden Jahre läßt man dasGras und den Klee so lange stehen, bis der Saamerrreif ist, auf daß er beym Mähen und Trockenmachmausfpringt, und der Boden gleichsam eine neue Saatbekommt, und mit dem dickestcn Teppiche von Grasbedeckt wird.
Der Nutzen dieser Einrichtung ist so groß, daßich hin und wieder das Grummet schon acht bis neunZoll hoch sahe, nachdem man kurz zuvor von jedemAcker zwo Tonnen Heu *) gemacht hatte, und zwarim ersten Jahre nach Anlegung dieser künstlichenWiese. Wenn man darüber gicng, härte man glau-ben sollen, daß sie mehrere Jahre alt wäre, so sehrhatte sich der Boden bestockt. Man könnte einensolchen Acker an den meisten Orten von England fürdreyßig, sa an anderen für vierzig Schillinge ver-mieten; dieß ist gewiß eine herrliche Verbesserung,zumal wen n man hört, daß ein solcher Acker sonstnur acht bis neun Schillinge Pacht gegeben. Andiese herrlichen Wiesen sieht man noch einiges altesGrasland von Pachtern stoßen, welches sumpfig undvoll von allerley Arten Wassergcwächsen ist, hin-gegen steht das Gras dürftig. Auf Wiesen, welchedrey bis vier Jahre alt sind, würde man auch zwoTonnen Grummet machen können.
Vornehmlich ist zu bemerken, daß diese Einrich-tung die Kräfte eines gemeinen Pachters nicht über-steigt; ein Hauptendzweck, welchen der Lord bey al-len seinen Verbesserungen in der Wirthschaft nieaus der Acht läßt. Man braucht hier keine zwei-jährige Brache, und gewinnt zugleich bey Anlegungder Wiese eine Erndte Haber. Der Saamen wird
K ; durch
Eine Tonne halt in England zweitausend Pfunde.