IZO Fünfter Brief. Wentrvorth« honst.
durch seine Menge, freylich etwas kostbar, und kostetauf jedem Acker fünfzig Schillinge; aber eben diesesdicke Säen macht, daß man gleich im ersten Jahreeine vortreffliche Heuerndte thut. Bey der gemei-nen Art hat man gerade das Gegentheil zu erwar-ten» Bey der neuen Einrichtung ersetzt die Nu-tzung des ersten Jahres die Kosten reichlich. DemPachter würde der Saamen allemal zwanzig Schil-linge kosten, die dickere Saat erfordert nur noch fünfund zwanzig Schillinge mehr, welches etwas mehrals den fünften Theil der Nutzung -es ersten Jahreausmacht.
Wir wollen den Vortheil dieser Verbesserungkürzlich überschlagen. Ich nehme auf einen Ackervierhundert Ellen Abzüge zum Austrocknen zu vierPfennige, und fünfzig Ellen zu sechs Pfennige, darbeträgt sieben Pfund Sterlinge achtzehn Schillinge;die übrigen Kosten des Pflügcns, des Saamenö, derErndte, desHaberdreschene, Düngens rr. s. w» stei-gen nach der genauesten Berechnung nebst den Ko-sten der Abzüge auf zwanzig Pfund Sterlinge vierSchillinge. Dagegen wird durch die Habererndte,durch Heu und Grummt im ersten Jahre neun PfundSterlinge zween Schillinge gewonnen, folglich über-steigen die Kosten den Ertrag um eilf Pfund Ster-linge zween Schillinge. Rechnet man aber, daß derAcker statt zuvor acht und einen halben Schillingnunmehr dreyßig Miethe, folglich ein und zwanzigSchillinge sechs Pfennige mehr giebt, und erhöhetdiese mir fünf und dreyßig*) zu Kapital, so bekommt
man
.') Man erhöhet in hiesiger Gegend die Nutzung mitfünf und dreyßig, »m das Kapital zu bekommen,welches eine Nutzung der Güther von zwey Sechs-siebentel vom Hunderte giebt. Da die Kosten vom
Acker