Fünfter Brief. Wentworth-house. 155
Der Lord hat auch mit anderen bisher ungenutz-tenDüngungSartenVersuche gemacht. Er brannteKley oder thonigte Erde, in der Hoffnung viele Aschedadurch zu erhalten, sie ward aber zu hart und inGlas verwandelt. Man stund in der Einbildung,daß Kaninchenmist nicht dünge, der Lord machtedeswegen mit einem benachbarten Manne, der Ka-ninchen hegt, einen Vergleich, jährlich seinen Kanin-chengarten ausräumen zu dürfen, und bezahlte ihmfür das Fuder vier und einen halben Schilling. Erstellte zugleich Versuche mit Taubenmiste an; er ließauf einen Acker zwey Fuder Taubenmist, auf den an-deren eben so viel von Kaninchen, auf den drittenwieder Taubenmist und so weiter fahren. Die Ackermit Kaninchenmist hielten sich am besten und amlängsten.
Diese Verbesserungen schienen dem Lorde nochnicht hin länglich, sondern er gerieth auf einen klugenEinfall, der mit geringem Nutzen ausgeführt wor-den. Er legte nämlich zwo Pachtungen an, davondie eine völlig nach der in Kent eingeführten Land-wirthschaft, und die andere nach der in Herfordshirebehandelt werden sollte. Diese beyden Provinzenstehen in dem Rufe eines vorzüglich gut eingerichte-ten Feldbaues, er ließ zu dem Ende aus jeder einentüchtigen Pachter kommen, um einen jeden nach sei-ner bisherigen Gewohnheit wirthschaften zu lassen.Dadurch erregte er bey den anderen einen Trieb zurNachciferung, welches die glücklichsten Folgen hatte.Beyde sind ein paar verständige Männer. Ich be-suchte sie, und merke über ihre Einrichtungen fol-gendes an.
Der Boden des Pachters zu Kent besteht mei-stens aus einer fetten, schwarzen mit Leim vermisch-