Fünfter Brief. Wentivorth-houfe. 165
weder zu Rüben, oder auch die Brache, um Weizenzu säen. Sie holen viel Kalk; in der Gegendum Schcffild wird viel mit Knochen gedüngt; dießthut, zumal auf Graöfcldcrn, eine herrliche Wir-kung. Ferner auch Malzstattb, und Seiffensieder--asche. Man fährt solche nicht nur auf Grasland,sondern auch auf Rübenfcld, und verspürt dieKraftdavon drey bis vier Jahre.
Die Grasländer werden in dieser Gegend mehrangewandt, junges Vieh aufzuziehen, als fürdas Melk - und Mastvieh. Sie wissen kaum etwasvon der guten Nutzung der Milch, oder einer Meyc-rcy, um Butter und Käse zu machen: da ihr Grasnicht sonderlich ist, und auch nicht sehr verbessertwird, so mag es vielleicht am zuträglichsten seyn,junges Vieh aufzuziehen, zumal, da es seit einigenJahren in gutem Preise gewesen. Sie rechnen zweyAcker einen Ochsen von fünfzig Steinen zu mästen,oder eine Kuh zu halten. Eine gute Kuh giebt inder besten Iahrszeit täglich drey Gallons, (zwölfEnglische Kannen, Milch, und wird im Jahr aufvier Pfund Sterlinge genutzt. Der Vortheil, ei-nen Ochsen von fünfzig Steinen ein Iahrlang zumästen, beträgt nicht über vier Pfund Sterlings.Nach Proportion der Kühe, werden nicht vielSchweine gehalten. Auf einer Meyrrey von sechsKühen, trift man insgemein nur drey bis vier an.
Eine melkende Kuh, wird im Winter bloß mitHeu gefüttert. Sie lassen die jungen Absetzkälbernur in den ersten drey Tagen saugen, nachgehendSgeben sie ihnen anfangs frische, und daraufSchlap-permilch. Die Fleischer lassen sie aber vier bis fünfWochen saugen. Man rechnet im Winter, vonMartini bis zum -sten May auf eine Kuh, zwey
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