Sechster Brief. Welbeck. r?r
Lnn. Die letzte Herzogin von Leeds, ein schönesBildnis von Reynolds. Der Graf von Stafford,treflich gemalt von Vandyck. Secgottheiten, desgleichen Venus mit dem Liebesgott, von Rubens; Inbeyden Gemälden fehlt es den Figuren an Neitz.Eine alte Frau mit einem Licht, von Schalen;die Haltung ist vortrefiich. Die Schöpfung vonBasiano. Maria mit dem Kinde, von Carl Ma-rat. Erasmus und Thomas Morus, von Halbem,ficißig ausgeführt. Ein Mann, der liefet, voll Aus-druck, von Ostade. Der Graf von Derby, vonVandyck.
Der große Hauptsaal ist mit drey Antiken, Ve-ra , Cleopatra, und Venus nebst ihrem Sohn, undzwey schönen Gemählden geziert, ncmlich die Mar-ter des heiligen Sebastians, von Guido, und ebendieser Heilige an einen Baum gebunden, von Tizian.In dem letzter» ist nicht viel Ausdruck, hingegen istdas Nackende, die Haltung und das Kolorit in demersten vortrcflich. Im Vorzimmer hangen sechs^ Venezianische Prospekte, von Canaletto, eine schö-ne Landschaft von Poußin, und Prospekte von Rom.Philipp II. König in Spanien, von Tizian. Kö-nig Carl I. zu Pferde, von Vandyck, der Graf vonStrafford und sein Sekretair, von ebendemselben.Der Aldermann Hewet, von Holbein. Der Grafvon Arundcl, von Vandyck. Loth mit seinen Töch-tern, von Tizian.
Von Kniveton bis Worksop und Welbeck ist derBoden sandig, daher man auch nur vier bis achtSchillinge Pacht giebt. Welbeck der Landsitz desHerzogs von Portland, verdient die Aufmerksam-keit eines Reisenden. Der Park hat viele ehrwür-dige alte Eichen von außerordentlicher Größe.
Man