Band 
Erster Theil.
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172 Sechster Brief. Welbeck.

Man sieht eine, die aber im Begriff ist einzugehen,durch welche ein Gang, beynahe so breit als eineKutsche, gehauen ist. Eine andere hat sieben unge-heure Aeste, die aus einem Stamm gewachsen sind.Diese Bäume sieht man wegen des Sonderbaren, esgiebt aber andere, die weit schöner und frischer vonWachsthum sind. Von dem Hause läuft ein Thalmit vielen Krümmungen durch den Wald. Es warsonst sehr sumpfig, der Herzog hat aber einen Theilticf ausgraben,' und in einem schönen großen Seeverwandeln lassen, der sich mit vielen Buchten anverschiedene Theile des Waldes schmieget. Anmanchen Orten scheint das Wasser auf eine sehr mah-lerische Art durch. In einiger Entfernung von demWohnhause, aber doch im Gesicht desselben, wurdevor einiger Zeit eine prächtige Brücke von drey Bo-gen angelegt. Der mittelste Bogen war neunzigund die beyden andern fünf und siebcnzig Fuß weitgespannt, kaum war sie aber fertig, so stürzte dermittelste Bogen ein. Der Baumeister hieß Mylne.

Die vornehmsten Gemählde in dem Wohnhausesind folgende: Acht Architekturstücke mit Figuren,vom älteren Frank. Venus und Cupido, von Ru-bens. Ein Kopf, von eben diesem Meister; eineMagdalena, von Guido. Kenelm Digby, vonVandyck. Eine Landschaft mit einem Wasserfall,sehr schön, von Salvator Rosa. Thomas Morus,von Hollbein. Venus, die aus dem Bade steigt,von Hannibal Carracci. Vier Nebenbilder vonländlichen Beschäftigungen, sehr schön, von PhilippLauri. Christus bey der Samariterin, von Älbani.Eine Schlacht, und noch zwey kleinere, von Bur-guignon. Der Erzengel Michael, von Guido. Ei-ne alte Frau mit einem Licht, und andere Figuren,in der Manier von Schalken.

Der