Sechster Brief. Doncaster. r8r
Fuß von eirander. Er füttert Kühe, und mäßetOchsen u»d Schöpse damit. Die Butter davonschmeckt gut, wenn sie gleich verbraucht wird; siehält sich abergar nicht. Sechs Kraukhäupter wiegenzehn Steine sieben und ein halb Pfund; im Durch-schnitte rechnet man acht bis zwölf Pfund.
Herrn Farrers ökonomische Versuche bestehenhauptsächlich in Verbesserung der gemeinen Feldbe-stellung; insonderheit wendet er vielen Fleiß auf dieBrache. Um Michael wird die alte Stoppel um-gerissen, gegen Anfang des Aprils läßt er sie wen-den, und im May sehr klar pflügen. Nach jedesma-ligem Pflügen wird das Feld gewalzt, zuweilen miteiner Stachelwalze, welche die Klöser in trockenenJahren besser zerdrückt; darauf wird mit einer Artvon großem starken Harken, die ein zwischen zwoStangen Aeipannntes Pferd zieht, quer über geegt,wodurch d°as Feld von Quecken und anderem Un-krauts vortrefflich gereinigt wird. Im Octobecfährt er den Dünger, welcher aus wohl durchgear-beitetem Hofmiste besteht, auf diese Brache, pflügtihn unter, und läßt das Feld bis auf das Frühjahrliegen, da er gleich zur Saat pflüget, und Gerstehinein säet; er gewinnt niemals unter acht und vier-zig Scheffel vom Acker. Zugleich säet er Klee dar-unter, macht solchen zweymal zu Heu, und erhältauf beydemal drey und eine halbe Tonne. Nach demKlee folgt Weiien, welcher selten unter drey undzwanzig Scheffeln schüttet. Der Boden ist fett undleimicht, und so gut, -aß der Acker dreyßig Schil-linge werth ist.
Aecker, die für Rüben zu schwer sind, kann mannicht besser bestellen; seine Einrichtung verdient aufalle Weise nachgeahmt zu werden. Er handelt sehr
M z wohl,